Er konnte seinen Blick nicht von diesem wunderschönen Profil lösen, ihre langen, blonden Haare hatte sie zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden: „Wie passend!“, schoss es ihm durch den Kopf. Deutlich fühlte er ihren schnellen Herzschlag auf seinem Handrücken.
Während der Eigentümer des Hengstes sein Pferd zum Anhänger brachte und hinein führte, löste Eric plötzlich seine Hand von Rahel und nahm seinem Vater die Stute ab, um sie zum Stall zu bringen. Während der Bauer den anderen Herrn noch kurz ins Haus bat, folgte Rahel tief in Gedanken versunken, Eric zum Stall. In der Box befreite Eric Susi vom Halfter, streute noch etwas Hafer in die Futterkiepe und strich der jetzt ruhigen Stute, zärtlich über die Nüstern. Zum Erstaunen von Rahel regte sich etwas wie Eifersucht, als sie sah, wie einfühlsam er mit dem Pferd umging und ihr leise Worte zuflüsterte.
Die Flanken der Stute zitterten immer noch leicht, doch als Rahel beruhigend darüber hinwegstrich, hörte auch das auf. Vorsichtig näherte sich Rahel dem Kopf und redete ruhig auf das Pferd ein.
„Du magst Tiere gerne?“ Hörte sie Eric fragen, der am Futtertrog stand und sie beobachtete.
„Ja sehr! Die geben einem so viel zurück, wenn man sich um sie kümmert.“
Plötzlich stieß ihr die Stute ihren Kopf in den Rücken, sodass Rahel eine Schritt nach vorne stolperte und in den Armen von Eric landete.
Reflexartig umfasste Erik diesen schlanken Frauenkörper und zog ihn an sich.
Rahel ihres Gleichgewichts beraubt, stützte sich auf seiner Brust ab, ihr Kopf landete in seiner Halsbeuge und sie sog unwillkürlich seinen maskulinen Duft ein. Es dauerte nur Sekunden, doch Rahel kam es wie eine Ewigkeit vor. Sie fühlte sich unglaublich wohl in diesen starken Armen und würde am liebsten für immer so stehen bleiben.
Aber auch in Eric tobte ein Gewitter der Gefühle und als Rahel ihren Kopf von seinem Hals löste und gerade etwas sagen wollte, verschloss er ihren Mund mit einem Kuss.
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