Bharmanasana

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Anita Isiris

„Mal ehrlich … wenn Du bei uns in der Bäckerei Semmeln kaufst, wirkst Du, als könntest Du keiner Fliege etwas zuleide tun. Das kannst Du vermutlich auch nicht, aber was ist denn mit Deiner Göttergattin, Christa? Wir haben gemeinsam die Realschule besucht.“

„Sie vögelt mit unserem Nachbarn“, antwortete Yvo trocken und erschrak in derselben Minute über seine Wortwahl. Jetzt war es raus.
„Sie … was?“ Das gespielte Entsetzen von Alexa fiel sogar Yvo auf.
„Weißt Du, wir sind doch alle irgendwie gleich, wir Menschen“, kalauerte Alexa altklug. Einfach nicht fürs Christentum und die Monogamie gemacht. Komm, Süßer, mein Dienst beginnt schon bald, mach mir etwas Feuer unter dem Hintern, den Du doch vorhin während der Yogastunde so genussvoll betrachtet hast.“ Yvo hörte laute Kirchenglocken und Engelsgesang gleichzeitig, als Alexa ihm ihren nackten, frisch geduschten Hintern zuwandte und sich bückte.
„In meiner Tasche findest Du eine Nivea, kannst Du mich einreiben? Am Rücken? Den Hüften? Dem Po?“ Yvo sandte einen unsicheren Blick zur Tür und streifte das Zifferblatt seiner Rolex. Cornelia öffnete die Tür zum Trainingsraum exakt fünf Minuten vor dem jeweiligen Training. Somit verblieben Alexa und Yvo neun Minuten Zeit. Yvo massierte nicht nur Alexas Rücken, sondern schob seine Hände mutig nach vorn und „behandelte“ auch die Bäckerinnen-Prachtstitten mit den steifen Mamillen. Dann konnte er sich nicht mehr beherrschen. Er streifte seinen Slip ab, drängte sein Becken von hinten an das von Alexa und drang mit einem kräftigen Ruck in sie ein.
„Heeey…“, keuchte sie.
„Heeey…“. Yvo kam in Fahrt und besorgte es der jungen Yogaschülerin, die seine Bewegungen mit kreisendem Becken parierte. Er spritzte tief in ihr ab, entzog sich ihr und rieb sich mit einem Tuch trocken. Duschen würde er zuhause, noch immer von Erinnerungen an diesen süßen, überraschenden Yoga-Quickie triefend. Alexa ließ Yvos Saft aus sich herausfließen, fing ihn mit einem Papiertaschentuch auf, zog sich an, als wäre nichts gewesen.
„Das hat gut getan, danke“, lächelte sie, nickte Yvo zu und verließ den Raum.

Yvo blieb mit einer heißen, sehr heißen Erinnerung zurück. Er hatte soeben mit der Yogadorfbäckerin, wie er sie fortan nannte, gevögelt. Und sich damit ein ganz klein wenig an Christa, seinem geilen Schätzchen, gerächt, die gerade in diesen Minuten einem Orgasmus entgegensegelte. Aber nicht etwa Lars, der Nachbar, war in ihr, sondern Udo, der Hauswart, der es ebenfalls auf sie abgesehen hatte.

Zum Glück gibt es Yoga. Denn alles ist feinstofflich. Über allem ist Licht. Wir Menschen sind Teil eines großen Ganzen.

Ohm.

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