„Weil ihr beide ein bisschen stur seid. Eingefahren in Verhaltensmuster, die ihr euch über Jahrzehnte angeeignet habt. Ihr liebt euch immer noch, doch keiner von euch kann in bestimmten Momenten über seinen Schatten springen.“
Sandras Worte saßen! Sie hatte uns treffend analysiert. Erneut fühlte ich wie gut sie uns tat und blickte sie mit einem herzlichen Lächeln an.
„Danke“, war das Einzige, was ich rausbrachte.
„Gerne doch. Kommst du mit rüber?“, fragte sie aufgeräumt.
„Gleich, ich mach mich nur noch ein bisschen frisch.“
Beim Waschen und Zähneputzen dachte ich über Sandras Worte nach. Sie hatte recht und ich hoffte inständig, sie würde uns noch mehr solche Hinweise geben.
Als ich die Küche wieder betrat fühlte ich mich schon um einiges besser. Ich ging zu Sandra, drückte sie herzlich und gab ihr einen Kuss.
„Noch einmal Danke, Liebes“, sagte ich und wandte mich dann Norbert zu.
„Ihr habt mich gestern ganz schön fertig gemacht. Ich bin immer noch benommen und untenrum überreizt. Aber es war geil und ihr könnt mich gerne wieder so in die Höhe treiben. Nur das … Ohh“, entfuhr es mir, weil mir in diesem Moment mein Abgang in allen Details bewusst wurde.
Erschrocken sah ich Sandra an und begann zu stammeln:
„Entschuldige … das zum Schluss … so was gab es noch nie. Ich hoffe ich habe …“
Sandra lachte leise auf und ergriff beruhigend meine Hand.
„Wie du schon gesagt hast: Es war geil. Du hattest einen völlig ekstatischen Zustand erreicht. So was hab ich noch nicht erlebt. Alles an dir war in Aufruhr und als du abgespritzt hast …“
Ich zuckte zusammen als sie das so ansprach, doch sie fuhr fort und sah mich dabei ohne Vorwurf an:
„Ja, du hast richtiggehend abgespritzt und ich war im ersten Augenblick erschrocken. Es war aber keine Pisse, wie ich anfänglich dachte. Die Flüssigkeit roch nach nichts, hatte eine weißliche Färbung und schmeckte süßlich. Ich würde sie jederzeit wieder aufnehmen, denn sie hat mich und auch Norbert unglaublich erregt. Er hat dann die Reste von meinem Gesicht abgeleckt und konnte kaum fassen, wie du abgegangen bist.“
Ich sank auf den Stuhl und sagte immer noch leicht verstört:
„Jetzt brauch ich erst mal einen Kaffee, und wenn es okay für euch ist, möchte ich dann noch einiges mit euch bereden.“
Bis an die Grenzen
Je oller umso doller - Teil 28
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Bis an die Grenzen
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