Black and White

Graues Schamhaar

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Black and White

Black and White

Jo Diarist

Vor den Ereignissen von "Die Bank am Wanderweg".

Die zwei waren in den letzten Jahren so glücklich fixiert auf ihren baldigen Ruhestand, dass er mit der plötzlichen Leere an seiner Seite kaum klarkam.“
Tina entringt sich ein tiefer Seufzer.
„Das erste halbe Jahr danach, war er wie ein einsamer Wolf, der ungestört seine Bahnen ziehen wollte. Wir haben lange gebraucht, um ihn wieder ein bisschen in unsere Gemeinschaft einzubeziehen. Ohne Lena wäre uns das vermutlich nicht gelungen. Nur ihrem kindlichen Charme, mit dem sie den Opa um den Finger wickelt, ist es zu verdanken, dass wir ihn erneut in unser Leben einbeziehen können.
So ein Nachmittag mit Kaffee und Gästen, hätte er vor einigen Monaten noch abgelehnt und sich in seiner Ahnenforschung vergraben, die er jetzt für sich entdeckt hat.“

Die drei Frauen tauschen sich noch länger über Karl aus und dabei ist ihr Zankthema aus dem Fokus gerückt. Erst als Hellen und Jara am Abend allein in ihrer Wohnung sind, kommt es wieder zur Sprache:
„Es war unartig von dir, unser intimes Problem bei anderen zur Diskussion zu stellen“, bringt es Jara angefressen auf den Punkt.
„Was bleibt mir weiter übrig, wenn du es sonst nur blockst. Noch nie haben wir die Sache so detailliert betrachtet wie heute und ich hoffe, du verschließt dich in Zukunft nicht mehr vor einer weiterführenden Diskussion.“
„Warum bist du nur so fixiert auf ein Kind?“, hakt Jara nach.
„Hast du die Kinder von Tina nicht auch mit liebevollen Augen betrachtet. Mir ist nicht entgangen, dass es dir gefallen hat, als Lena deine Haut streichelte und sich über deren Farbe wunderte. Wie geduldig du ihr das erklärt hast, hat mir doch gezeigt, dass du Kinder auch magst und mit ihnen umgehen kannst.“
„Aaarrrg, das mag schon sein, aber da war es zeitlich begrenzt. Ich habe nicht die Verantwortung für Erziehung und Leben. Das wäre anders, wenn wir ein Kind hätten.“
„Ich bin doch auch da und du musst nichts alleine tragen.

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