“, fragte er mich, doch ich verneinte es. Nach dem Gespräch sicher gerne, vorher nicht.
„Gut, ich auch nicht. Sie möchten also bei uns einen Posten besetzen. Wie mir gesagt wurde, waren sie zuvor bei einem unserer Mitbewerber auf dem Markt. Wie ich hörte, haben sie einige Leute entlassen, unter anderem sie, wenn ich es richtig vermute. Also würde mich interessieren, warum ich sie einstellen soll, wenn andere anscheinend mit weniger Personal auskommen. Überraschen sie mich!“
Natürlich begann ich damit mein gelerntes Repertoire abzuspulen, die Sache mit der Teamfähigkeit hervorhob, redete von Innovationen, neuen Ideen, frischer Wind in alten Gemäuern, eben die Phrasen, die jeder drauf hatte. Viel Gelaber, wenig greifbarer Inhalt. Es hätte von einem Politiker kommen können.
Es dauerte keine zwei Minuten, bis der Chef offensichtlich anfing zu gähnen. Er machte sich wenig Mühe damit, eine Hand vor den Mund zu halten. Es sollte offensichtlich sein.
„Langweilen sie immer alle Menschen mit denen sie sich unterhalten?“, unterbrach er meinen Monolog und ich hörte sofort auf, dachte bereits, dass es das gewesen war.
„Nicht gerne!“, antwortet ich und er schüttelte seinen Kopf.
„Das können sie meinen Schreiberlingen vorkauen, die hören das jeden Tag und machen gute Mine zum bösen Spiel. Bringen sie mal was Neues, nicht immer die alte Platte. Wenn sie das nicht hinbekommen, wissen sie, wo die Tür ist!“
Jetzt wurde es schwierig, darauf war ich nicht vorbereitet.
„Hmm, ich sehe, dass Spontanität nicht gerade zu ihren Stärken zählt. Das war in ihrer Auflistung ihre Vorzüge auch nicht aufgeführt. Was würden sie zu einem Test sagen, den ich hier und jetzt mit ihnen mache?“
Ich hatte keine Ahnung, was er damit meinte, konnte es mir auch nicht vorstellen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, als wenn es anders laufen würde als gedacht.
„Gut, wenn es mir hilft, gerne!
Blau
Vier Farben
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Schick bunt!
schreibt Langer033