Dieses Mal jedoch war es früh noch, das nörgelnde Kindlein, eben erst zu Bett gebracht, konnte jeden Moment wieder in der Tür stehen. Doch in ihrer drängenden Lust konnten nicht warten aufeinander, so hatte er ihr, die sich mit dem Oberkörper auf den Tisch stützte, den weiten Rock ihres Sommerkleides hoch- und den Slip nach unten gezogen, seine Hose geöffnet und war von hinten in sie eingedrungen. So hatte sie es ohnehin am liebsten, denn so kam sie mühelos und mehrmals hintereinander. Leise wollten sie sein und hellhörig, aber im lebhaften Verkehrsgeschehen versank die Welt um sie doch ein wenig um sie herum. Plötzlich klingelte es und der Besuch war schon in den Garten eingetreten, auf direktem Weg zum Fenster, und suchte gegen das Spiegeln der Abendsonne in die Küche zu lugen.
Ein wenig peinlich war es ihnen schon, so schwitzend im Abklingen von Erregung, beschämtem ertappt werden und den Folgen hitziger körperlicher Betätigung Smalltalk zu halten mit wissend grinsenden, sich ahnungslos gebenden Bekannten, die nur ein entliehenes Gartengerät zurückbringen wollten und selbstverständlich auf ein Glas Wein ins Haus gebeten wurden wegen der draußen herrschenden Mückenplage.
Das nächste Mal war es wohl besser, wieder die Position vor dem Waschbecken zu wählen, das mochte er ohnehin gerne, denn so konnte er sie von vorne und hinten sehen, ihr Erleben beobachten, auf ihr Empfinden reagieren - und es war nicht einsehbar von unerwartetem Besuch.
Warum aber dachten sie eigentlich darüber nach? Ihre Liebesgeschichte war niemandem verborgen geblieben, nicht, wie sehr sie Nähe des Anderen suchten und wie viel Feuer loderte, wenn ihre verlangenden Blicke sich trafen.
Darüber wurde gesprochen und wetten, dass über ihre Zukunft auch gewettet wurde?
* * *
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.