Nein, die Vorhänge wurden niemals geschlossen, egal wohin die Lust sie führte, wenn sie sich durch die Wohnung liebten.
Es begann alles sehr vielversprechend.
* * *
Schon der erste Fick war also eine Offenbarung. Zart war sie ihm erschienen und er hatte Angst, seine wilde Leidenschaft würde sie verletzen, verstören, vertreiben. Doch je heftiger, zügelloser er sie nahm, desto lustvoller schien sie zu genießen. Zärtlich nannte sie ihn in seiner wilden Begattung, die Faust in ihrem Nacken liebte sie, wenn sie sich ihm willenlos hingab und treiben ließ, sooft er bei ihr war.
Und er war verrückt nach ihr und ihrer Lust. Deshalb war es ihm mehr und mehr eine Qual, auf sie zu warten.
*
Sie trug ein enges, ärmelloses, dunkelblaues Stretchkleid, dessen Saum sich bestenfalls auf Höhe ihrer Spalte befand, darunter ein sündiger Slip, eingezogen zwischen strammen Backen, das sah er, wenn sie sich bückte, um etwas aus dem unteren Fach des Küchenregals nehmen. Er konnte nicht anders, er stand auf und drückte sich an sie, vor der Küchenzeile stehend, fasste an von hinten ihre Brüste, drückte seinen Unterleib mit steifem Glied in der engen Jeans an ihren Po. Sie schmolz dahin, rieb ihre Backen auf seinem Schritt, sogar ihr Anus war willig, sehnte sich nach Berührung. Sie seufzte, stöhnte, mühsam unterdrückt, denn um die Ecke saß ihr Sohn vor dem Fernseher.
Irgendwann drängte sie ihn weg und fuhr fort, das Abendessen zu bereiten. Es war eine unendlich lange Zeit, die sie in Erregung, Erwartung und Verlangen zu absolvieren hatten. Denn es galt, dem Kind das übliche Ritual von Hygiene, Gute-Nacht-Geschichte und Trost bei traumbedingtem Erwachen in der Einschlafzeit zu bewahren. Dann endlich, endlich, als sie wusste, Sohnemanns erste Tiefschlafphase hatte begonnen, fielen sie übereinander her.
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