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„Ach was, das würden die nie machen, wenn sich das rumspricht, dann geht da ja niemand mehr hin“, entgegnete ich und verzog kurz darauf das Gesicht, weil sich beim Kämmen eine Strähne in meinem Kamm verknotete und fürchterlich ziepte.
„Ich glaube, Melli hat Recht“, ergänzte Hanna, die Ersatztorhüterin, während sie vornübergebeugt Conditioner in ihre wuscheligen Lockenhaare einmassierte. „Stell dir mal vor, jemand hat auf dein Essen gerotzt, bevor er’s vor dich hinstellt.“
„Oder in der Küche draufgewichst“, lachte Melli und die anderen kicherten mit ihr.
„Ihr seid blöd“, schnappte ich zurück. „Andrea hat sich bestimmt viel Mühe gemacht und wollte uns was Besonderes bieten. Wenn’s euch nicht passt, dann sagt ihr das doch selbst.“
Ich war sauer, weil diese dummen Kommentare drohten, mir die Vorfreude zu verderben. Wenn die wüssten, dass mich genau dieses Setting im Dunkeln anmacht! Bestimmt würden sie sich über sich über mich lustig machen, blöde Witze reißen und ablästern. Ich fühlte mich invalidiert und meine Fantasie beschmutzt.
Zum Glück war ich am Tag des Restaurantbesuchs wieder viel besser gelaunt und schon voller Vorfreude auf mein kleines, verruchtes Vorhaben später beim Abendessen. Wir hatten den ganzen Tag lustige und spannende Teambuilding-Spiele im Freien gemacht, bei herbstlichen Temperaturen und prächtigem Sonnenschein, der die gelben und roten Blätter an den Bäumen noch goldener strahlen ließ. Als es dämmrig wurde, hatten die meisten der Mädels kalte Füße, rote Nasen oder mussten aufs Klo. Und alle waren mega hungrig und freuten sich aufs Essen.
Wer’s nicht kennt: Von außen sieht das Blind Taste wie ein ganz normales Restaurant aus, ziemlich unspektakulär. Drinnen ist ein netter Empfangsbereich, wo man zunächst von der Crew begrüßt wird.
Blind Taste
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Blind Taste
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