Blind Taste

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Blind Taste

Blind Taste

Alina Soleil


Ich lege den Löffel weg und halte kurz inne. Jetzt ist die Gelegenheit für mein freches Vorhaben, solange alle mit Essen beschäftigt sind und solange der Kellner direkt bei mir steht. Mein Herz schlägt schneller und ich fühle wieder das lustvolle Pulsieren im Unterleib.

Entschlossen greife ich den Bund meines Pullovers und ziehe ihn samt Unterhemdchen mit einem Ruck nach oben, um der Welt im Allgemeinen und dem Typen mit der tollen Stimme im Speziellen meine nackten Brüste und zu zeigen, wohl wissend, dass er sie gar nicht sehen kann. Dummerweise remple ich ihn dabei mit dem Ellbogen an. Er greift sofort nach mir, wohl um mich zu stützen oder aufzufangen, ich könnte ja aufgestanden sein und den Halt verloren haben. Dabei fasst er direkt an meine nackte Brust. Ich erschrecke bei seiner Berührung und mir entfährt ein leises Quieken. Die warme Hand zuckt kurz zurück, kommt dann aber wieder, sehr schnell wie ich finde, und sehr zielstrebig. Und auf einmal löst sich in mir etwas – ich muss grinsen und fühle mich ziemlich naughty. Das ist ja geil!

„Gurke“ schallt es von der Tischmitte, und jemand anderes ruft laut „Gazpacho! Nein Kaltschale. Gurkenkaltschale mit Dill. Und noch irgendwas.“

„Volltreffer“, sagt der Kellner, und wieder dringt seine wundervolle Stimme tief in mich ein. Er bewegt sanft die Hand auf meiner Wölbung, worauf hin meine Brustwarzen steinhart werden. Und dann sagt er noch einmal, viel leiser jetzt „Volltreffer.“ Langsam nimmt er seine Hand weg, streicht zum Abschied gefühlvoll mit dem Finger über meinen prallen Nippel.

„Und was ist dieses noch irgendwas?“ will er wissen.
„Orangen“ kommt es mir aus dem Mund, ohne zu überlegen. „Blutorangen.“
„Oha, wir haben hier eine Feinschmeckerin“, höre ich die tiefe Stimme sagen. „Korrekt. Es sind Orangen, reife, saftige Blutorangen.

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