Blind Taste
Gleich kommt der erste Gang und ich bin schon total hippelig. Nicht, weil ich mich so aufs Essen freuen würde, sondern weil ich gleich etwas Unanständiges machen werde. Sobald der Kellner bei mir am Tisch ist, werde ich meinen Pulli hochziehen und ihm meine nackten Brüste zeigen. Okay, sehen wird er sie nicht. Und auch sonst niemand. Weil es stockfinster um uns herum ist. Und der Kellner außerdem blind.
Trotzdem, der Gedanke daran macht mich komplett an, meine Muschi zieht und pocht, und mein Höschen ist schon ziemlich feucht. Den ganzen Tag über bin ich schon wuschig. Und das hat ganz unmittelbar mit meiner liebsten Masturbationsfantasie zu tun: Ich habe Sex mit einem Unbekannten, im Beisein von anderen Menschen, die nicht die leiseste Ahnung davon haben, was ein paar Meter neben ihnen gerade abgeht, weil es stockdunkel um uns herum ist und niemand was sehen kann.
Mal passiert es in einem Kaufhaus, in einer dieser modernen Malls mit Räumen komplett ohne Fenster, vielleicht in der Abteilung für Damenwäsche, in der ich mich gerade umschaue, als plötzlich der Strom ausfällt. Ein anderes Mal bin ich mit einer Gruppe von Touristen in einem Bergwerkstollen, wo es wegen der Feuchtigkeit zu einem Kurzschluss kommt, und alle Lampen ausgehen, oder ich bin auf Expedition in einer Höhle irgendwo im Urwald und plötzlich erlischt die Fackel unseres Guides. Manchmal wähle ich als Setting auch die U-Bahn, einen Zug in einem sehr langen Tunnel, oder auch ganz einfach eine Disco, einen großen Ballsaal oder ein Restaurant mit vielen Gästen, wo ich im Moment des Stromausfalls vielleicht gerade auf dem Weg zur Toilette war.
Aber ganz gleich, wo ich das Geschehen ansiedle, es ist immer der gleiche Ablauf: Eben war alles noch in Ordnung, doch dann herrscht auf einen Schlag komplette Finsternis.
Blind Taste
5 19-30 Minuten 0 Kommentare
Blind Taste
Zugriffe gesamt: 178
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.