Bordelldetektive

Nefret die Hetäre - Teil 12

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Peter Hu

„Habe ich heute noch Kundschaft?“ ...erkundigte sich Nefret sich bei Melante, die auch für ihren Terminkalender verantwortlich war.
„Am späten Abend erwarten wir den Aufseher des Finanzwesens. Aber er verlangt nichts Anstrengendes. Er möchte sich nur mal wieder anständig den Hintern versohlen lassen. Wenn du zu erschöpft bist, kann ich das auch gern für dich übernehmen,“ ...bot sich Melante mit süffisantem Lächeln an.
„Er wird ja angebunden, ...und darf mich auch nicht anfassen. Ich würde es ihm schon anständig auf den Arsch gerben...“
„Du bist ein gutes Mädchen“, ...lobte Nefret. „Aber das mache ich lieber selbst. Sonst kann der Ärmste nachher nicht mehr am Schreibtisch sitzen, ...und der Kaiser bekommt die Steuern nicht rechtzeitig. Dies wäre keine gute Werbung fürs Geschäft. Ich weiß schließlich, wie gern du Männerärsche versohlst.“
„Bei mir waren sie ja auch nicht zimperlich“, ...erinnerte Melante mit Grauen.

„Ja, ich weiß“, ...bestätigte Nefret. „Aber habe ich dir eigentlich schon meine Geschichte erzählt?“
...“Auch ich war einst Sklavin in einem schrecklichen Bordell, ...und wurde von früh bis spät geschunden. Meiner Freundin Claudia verwirrten sich dort sogar die Sinne. Sie hatte ja schon zuvor gar schreckliches durchgestanden. Aber eines Tages wurde sie von einem römischen Geheimagenten mitgenommen. Seither habe ich sie nicht mehr gesehen“...

...“Stelle bitte zwei Liegen auf die Terrasse, und bringe uns etwas vom verdünnten Wein heraus. Dann will ich dir von meinem „Griechischen Abenteuer“ erzählen.“

Nachdem sie es sich also im Schatten eines Sonnensegels bequem gemacht hatten, begann Nefret zu erzählen. Melante räkelte sich wohlig neben ihrer Herrin. Denn sie liebte Geschichten. Ganz besonders dann, wenn sie von Nefret erzählt wurden. Denn die geliebte Herrin, war eine begnadete Geschichtenerzählerin. Schon bald legte sich auch ein zärtlicher Unterarm um den warmen Mädchenleib. Kurze Zeit später kümmerte sich eine kraulende Hand um den angewinkelten Oberschenkel. Derart verwöhnt, lauschte Melante schnurrend...

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„...Nachdem uns also der böse Zypriot an den Mädchenschinder verkauft hatte, wurden wir in einen schmutzigen Keller eingesperrt. Dort saßen schon einige Unglückliche, und blinzelten uns aus traurigen Augen an.
Die Mädchen stammten aus aller Herren Länder. Einige Zungen konnte ich verstehen, denn in Aparts Kontor habe ich viele Sprachen gelernt. Alle wussten nur das Schlimmste über dieses Haus zu berichten.
Zwar verkehrten hier nur die Herren der sogenannten „Besseren Gesellschaft“. Doch das bedeutete keine bevorzugte Behandlung für die armen Hürchen dieses Hauses. Im Gegenteil... Der Zuhälter bot diesen innerlich verwahrlosten Freiern für horrende Summen die Erfüllung perversester Wünsche an. Die Peitsche war hier an der Tagesordnung. Wir waren also vom Regen in die Traufe gestrauchelt.
Claudia klammerte sich ängstlich an mich, als sich die Luke des Kellers erneut öffnete. Im Gegenlicht erschien der narbengesichtige Wirt. Er hatte seinen brutalen Helfer dabei.
„An die Arbeit, meine Täubchen“, ...forderte er die erschreckten Mädchen mit zuckersüßer Stimme auf. „Die lieben Gäste warten schon.“
Gehorsam ergaben sich die gebrochenen Leidensgenossinnen in ihr Schicksal. Sie zwangen sich ein Lächeln in ihre traurigen Gesichter, und strömten in den Schankraum, wo sie sogleich von perversen Blicken gemustert wurden...
Wir wollten uns dem traurigen Zug gerade anschließen, da hielt uns der Wirt zurück. Er führte uns in einen engen Nebenraum, und befahl uns, die Kleider abzuwerfen. „Erst kommt der Herr an die Reihe, dann kommen die Gäste“, ...lachte er schäbig.

Widerstand war sinnlos. So mühte ich mich nach Kräften, den Hässlichen zufrieden zu stellen.
Claudia aber, beging einen schlimmen Fehler. Sie stammte aus gutem Hause, und wollte ihre Würde mit Zähnen und Klauen verteidigen. Sie schlug dem Bordellbetreiber ihre scharfen Nägel ins Gesicht. Der jaulte wütend auf, und wischte sich das Blut ab. Doch weiter beeindruckte ihn der Widerstand der kurvigen Blondine nicht. Er erregte sich sogar an ihrem Kampf, und fiel sogleich brünstig über sie her.
„Du wirst dich gut in unserem Hause machen. Ein solches Vorspiel wird unseren Gästen sehr gefallen. Denn sie haben ganz besondere Vorlieben. Das beliebteste Spiel bei uns heißt: “Schände die stolze Bürgerstochter“. Und du bietest reichlich Vorwand, um dich zu hart bestrafen...
Nachdem er also seine perverse Freude an Claudia gestillt hatte, zog er sich die Hosen hoch, als sei nichts geschehen. Die Tränen der Blonden sah er nicht einmal.
Der Schuft warf Claudia ein langes Gewandt zu, und befahl ihr, sich das löchrige Stöfflein über zu streifen. An den Beinen war es weit geschlitzt, dass ihre langen, schlanken Schenkel beinahe bis zum runden Hinterteil sichtbar waren. Der hauchdünne Stoff schmiegte sich transparent um ihre vollen Brüste, dass sogar die Knospen durchschimmerten. Der zierliche Rücken blieb vollständig frei.
Claudia sah zum anbeißen aus. Die blonde Lockenpracht fiel weich über ihre bloßen Schultern. Das Wasserblau ihrer großen Augen wurde noch schöner, wenn sie weinte. Und das war geradezu ein Fluch. Denn so reizte es ihre „Kavaliere“ nur noch mehr ihr große Tränen ins liebliche Gesicht zu treiben. Darum trieb sie der Zuhälter auch mit einem derben Gürtelhieb aufs Hinterteil in den „Arbeitsraum“.

Am Schanktisch blieb meine schöne Freundin natürlich auch nicht lange allein. Schon ihr blondes Haar, das aristokratisch geschnittene Gesicht, und nicht zuletzt ihr aufregend üppig gerundeter Körper, taten schnell ihre Wirkung.
Die hier verkehrenden Kavaliere, hegten allesamt einen übertriebenen Hass gegen alles Römische. Auch wenn die Eroberung schon Generationen zurück lag: Der Dünkel gegen die „barbarischen Besetzer“, war frisch und heiß. So weideten sie sich natürlich an den vergeblichen Verteidigungsversuchen der Römerin, die binnen weniger Minuten von einer Traube von sadistischen Kerlen umringt war. Es dauerte nicht lange, da wurde sie über den nächstbesten Tisch geworfen. Nicht weniger als fünf Kerle bedienten sich gleichzeitig ihres schönen Körpers. Augenblicklich war das aufreizende Kleid vollends in Fetzen...

„Näher will ich das folgende sadistische Geschehen nicht beschreiben, meine süße Melante“, ...unterbrach Nefret ihren Bericht.
„Du hast ja am eigenen Leibe erfahren, wie grausam manche Männer sein können.“ Liebevoll massierte sie ihrer Zuhörerin bei diesen Worten die liebliche Kegelbrust. Dann fuhr sie fort…:

...So erging es der Ärmsten nun Tag für Tag. Um so verzweifelter sie sich wehrte, um so schlimmer waren die Folgen. Es gab auch einen muffigen Keller im Haus, den unser Sklavenhalter gegen Höchstgebot vermietete. Er war mit Zangen, Peitschen und allerlei anderem, schrecklichem Gerät ausgestattet, das ich hier gar nicht beschreiben will. Mit diesem Raum verdiente er so viel Geld, dass es ihm vollkommen gleichgültig war, was die Gäste mit den Mädchen anstellten.
Ich selbst habe diesen Raum zum Glück nur drei mal von innen gesehen. Doch es läuft mir heute noch kalt den Rücken herunter, wenn ich mich an das Gefühl erinnere, nackt ans Kreuz geschnallt zu sein. Hätte ich nicht eine solch ländlich gute Heilhaut, kein Mann würde sich mehr für mich interessieren…
„Wir wären gewiss obdachlos meine Süße. Und ich wäre jetzt Bettlerin auf einer staubigen, Griechischen Straße, anstatt den Ruf einer großen Hetäre in Rom zu genießen, der unseren ganzen Haushalt ernährt.“ ...Liebevoll kraulte Nefret den nackten Bauch der Zuhörerin...
An der armen Claudia aber, nahmen die feigen „Patrioten“ grausame Rache. Stellvertretend für ganz Rom, misshandelten sie die arme Römerin; ...oft drei mal pro Woche. Und ich konnte ihr kaum beistehen. Einzig, sie zu pflegen und zu trösten, blieb mir am Ende übrig.
Die kurvige Schönheit magerte bald erschreckend ab. Um ihre schönen Augen bildeten sich tiefe Ringe. Ihr hübsches Gesicht war bald von tiefen Kummerfalten entstellt.
Einmal versuchte ich der Freundin beizuspringen und fiel einem Schinder in den Arm, der sie mit der Faust...
...Geholfen hat es ihr nicht. Aber ich wurde auf der Stelle mitten im Wirtsraum vor aller Gäste Augen ausgepeitscht. Anschließend wurde ich als Freirunde an die Meute verschenkt. Auch ich habe viel erlitten, in jenen finsteren Tagen. Aber ich bin immerhin eine zähe Bauerntochter. Und ich hatte noch immer einen Traum, der mich am Leben hielt. Er gab mir die Kraft, das alles zu überstehen. Und schließlich hatte ich ja auch noch meine Ausbildung...

Doch die schöne Römerin war nicht so stark. Ich musste sie unbedingt hier heraus bringen, auch wenn ich die Flucht ebenso nötig hatte. Aber wie sollte ich es anstellen? Schon einmal hatte Claudia versucht, sich mit einer Tonscherbe die Pulsadern zu öffnen. Ich konnte es gerade noch rechtzeitig verhindern. Wäre sie gestorben, es hätte wohl auch mich zerbrochen, und mich meines Kampfeswillen beraubt...

...„Unsere Verbindung war eine andere, als die unsrige, meine Süße. Aber ich habe Claudia, die Gefährtin meiner Leidenszeit, ebenso geliebt, wie dich.“ ...Bei diesen Worten spielte Nefrets Mittelfinger sanft über den Kitzler der an sie geschmiegten Dienerin...
...Doch ich war nicht die Einzige, die sich um das Schicksal der Römerin sorgte. So kam mir das Geschick in Gestalt eines römischen Geheimagenten zuvor...

...Claudia war inzwischen so sehr geschwächt, dass selbst unser unmenschlicher Zuhälter ihr ein paar Ruhetage im Bett verordnet hatte. Nicht etwa aus Menschenfreundlichkeit. Er hatte nur seinen Profit im Auge. Ausbruchssicher hatte er die Arme fest im Hinterzimmer eingeschlossen.
Wieder einmal saß ich also knapp beschürzt am Tresen und erwartete mit den anderen Mädchen bang die ersten Kunden.
Da betraten plötzlich zwei Fremde das Lokal; was sehr ungewöhnlich war. Denn unser „Mädchengefängnis“ war ein absoluter Geheimtipp. Die Männer waren offensichtlich weit gereist. Denn sie trugen orientalische Gewänder, und auch fremdländische Waffen am Gürtel.
Ich zögerte nicht lange und setzte mich aufreizend zu ihnen an den Tisch. Denn es setzte fürchterliche Schläge, wenn wir uns nicht sofort um die Gäste kümmerten.

Die Herren benahmen sich äußerst kultiviert. Ihre gepflegten Hände schmeichelten, wie es sich in einem Bordell gehörte auch sofort meiner nackten Haut. Aber sie waren dabei so sanft, wie ich es lange nicht mehr von Männerhänden kannte. Und die Gäste sprachen mich in meiner Muttersprache an, was mich natürlich sehr erstaunte.
Als die Finger des Jüngeren unter mein Gewandt fuhren, ertastete er die frischen Spuren der Rute, die mich noch am Vortag misshandelt hatte. Ehrfürchtig ließ er meinen Oberschenkel los, denn er wusste, dass es immer noch fürchterlich brennen musste.
„Die Rute ist hier unser täglich Brot“, ...erklärte ich ihm seufzend. Dann erzählte ich ihm von Claudia, meiner besten Freundin, die übel gezeichnet im Hinterzimmer versteckt gehalten wurde. Der Mann wurde sofort hellhörig. Auch der Wirt schob sich in unguter Vorahnung immer näher an uns heran, um unserer gemurmelten Unterhaltung zu lauschen.

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