Wobei auch die Lehrerin um Fassung rang. In den Jahren der Ungewissheit lebte die junge Frau zurückgezogen. Dank ihrer wohlhabenden Eltern befand Erica sich in einer Blase, die sie vor dem alltäglichen Wahnsinn fernhielt. Ihr Studium absolvierte sie in einem abgesperrten Distrikt, in dem sich neben Kaufhäusern, Werkstätten, Bäckereien und anderen Einrichtungen, die ein normales Alltagsleben ermöglichten, auch eine Eliteuniversität befand. Nach ihrem Masterabschluss gab es für Erica nur ein Ziel. Sie wollte Mädchen wie Suzy helfen. Als die neue Regierung die öffentlichen Schulen wieder eröffnete, stand Erica Cane bereit. Sie streichelte Suzys Po, hing dabei ihren Erinnerungen nach. Wenn sie genauer hingeschaut hätte, wäre ihr Suzys verschlagenes Grinsen aufgefallen. Es lag noch verflucht viel Arbeit vor Erica Kane. Suzy hatte eben einen besonderen Background, den sie mit ihren Kolleginnen aus der Klasse von 2084 teilte. Roxy, Amy und Sheilas schädliche Neigungen übertrafen die von Suzy bei weitem. Während Harley und Chrissy diesen Tag so schnell wie möglich vergessen wollten, warteten die anderen drei Mädchen sehnsüchtig darauf, dass er endete. Kurz nach Mitternacht schlichen sie sich in den Pausenhof. Die Security-Lady gab den Begleitschutz, den Roxy mit ein paar Geldscheinen honorierte. „Ein bisschen Trinkgeld für dich, Trudy. Du musst in drei Stunden hier sein und das Tor wieder aufschließen.“ „Schon klar, glaubst du, ich will schon wieder meinen Job verlieren. Denk aber dran, Roxy, wir zwei haben noch eine heiße Nacht vor uns!
“ Roxy grinste anzüglich, während Trudy die Stahltüre öffnete. Die Frauen gingen durch die halb offene Tür. Auf der anderen Seite sah es nicht viel anderes aus als es die Mädchen von ihrem Pausenhof gewohnt waren. Abgeplatzter Beton, auf dem verblichene Gang-Graffitis prangten. Sie gingen leise über den gepflasterten Untergrund, als sie die Silhouette von drei Männern erblickten.
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