Der Raum, den sie erreicht, ist riesengroß. Er ist viel höher als die Halle, in der die Satyre waren.
Hier stehen mehrere riesengroße Bottiche in Reih und Glied und ein unaufhörliches Gluckern ist zu hören. Neben den Behältern stehen an der Wand aufgereiht Teile einer Rinne. Allerdings sieht es nicht nach einer Regenrinne aus; dazu sind die Teile viel zu aufwendig hergestellt worden. Jenny hat solche Konstruktionen schon einmal gesehen, aber der Name dafür will ihr nicht einfallen.
Sie sieht nach oben und es kommt ihr vor, als gäbe es dort kein Dach. Dieses Mal erinnert sie sich schneller, dass sie ja Flügel hat; doch sie stößt irgendwo an, aber nur ganz leicht.
Es ist zwar ein Dach, jedoch nur aus Blättern. Ein riesiger Baum schirmt die Öffnung über der Halle ab.
Jenny landet neben seinem riesigen Stamm. Auf seiner Rinde steht etwas: mit Moos geschrieben - Bosque mágico
Hier oben gibt es also einen Wald, einen magischen Wald, stellt Jenny erstaunt fest.
Auf seinem Boden verlaufen dicke Äste, dick wie Rohre.
Jenny folgt einem von ihnen bis sie als erstes Stöhnen und gleich darauf Gekicher hört. Vorsichtig schiebt sie ein paar große Blätter beiseite.
Ein paar Waldnymphen spielen mit - einander?
Sie haben ihre Blütenkleider ausgezogen und wippen auf etwas dickem Grünen, das im Gras liegt und dabei eine Art genüsslichen Grunzens hören lässt.
Es klingt nicht unsympathisch, fast neckisch. Jenny geht noch näher heran und erschrickt:
ein scheußlicher Kopf - ein Monster, Drache, eine Ausgeburt des Hässlichen liegt da im Gras und amüsiert sich mit den hübschesten Wesen, die Jenny bisher gesehen hat. Angewidert, doch auch irgendwie fasziniert beobachtet sie dieses seltsame Treiben.
Als erstes erkennt sie, dass das grüne Wesen an Händen und Füssen Finger besitzt mit denen er die Nymphen gleichzeitig verwöhnen kann und es anscheinend auch tut.
Bosque mágico
Himmlische Erkenntnisse.... Teil VII
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Bosque mágico
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