Die Braut des Zugbegleiters

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Die Braut des Zugbegleiters

Die Braut des Zugbegleiters

Peter Hu

„Magst du auch einmal kosten?“
Esmeralda lutschte unanständig lange an seinem dargebotenen Finger. Dann übernahm sie die Zigarre aus seiner Hand, und prüfte paffend... Nun ja, es gehörte viel Phantasie dazu, die frische Auster herauszuschmecken. Doch in der Tat, sie hatte dem Tabakgeschmack eine besondere Note hinzugefügt...
„Du glaubst gar nicht, wie verrucht du aussiehst, wenn du diese dicken Dinger zwischen den Zähnen hast. Paffe noch ein wenig weiter. Ich will derweil deine Muschel verkosten...“
Das ließ Esmeralda Clara sich natürlich nicht zweimal sagen. Einladend ließ sie ihre schokoladenbraunen Schenkel auseinander klappen. Spielerisch nuckelte sie dazu am Stumpen, und stieß runde Rauchkringel in die Luft.
Wie geschickt er es doch verstand, seine flinke Moräne in ihrer salzigen Höhle zu versenken. Und wie aufgeregt das wilde Wassertierchen immer wieder gegen die kitzlige Erbse unter der Höhlendecke trommelte. Ja, die Moräne kannte sich aus, in engen Höhlen und Spalten...
„Nicht aufhören“, hechelte Esmeralda vergnügt, knetete sich die die schaukelnden Brüste und warf den teuren Glimmnagel ins Meer... Ramon war nicht traurig darum. Eigentlich rauchte er gar nicht so gern. Er schmeckte lieber frische Muscheln, und wenn es ums nuckeln ging, zog er Esmeraldas herrlich dicke Brustwarzen vor. Die standen inzwischen wie schwarze, steife Zigarrenstummel hervor.

„Willst du mich denn garnicht fischeln?“ ...stichelte sie grinsend, und richtete sich wie eine träge Löwin auf. Mit wiegendem Hinterteil legte sie den kurzen Weg zum einzigen Mastbaum zurück, stützte sich mit den Handflächen ans Holz, und überließ es seiner Phantasie, wozu ihn der verboten scharf dargebotene Doppelvollmond einlud...
Bald klatschten ihre fleischig baumelnden Melonen aufgeregten Beifall für seine ambitionierten Bemühungen. Auch ungezügelte Seufzer schallten bald übers ruhige Meer.

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