Die Braut des Zugbegleiters

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Die Braut des Zugbegleiters

Die Braut des Zugbegleiters

Peter Hu

Viel zu schnell verströmte der Fischer seinen Samen...
Das fand Esmeralda nicht so gut. Denn sie kam gerade erst richtig in Fahrt. Doch sie kannte Mittel und Wege, einen gebrochenen Mast wieder aufzurichten...
„Hab ein wenig Geduld“, lächelte sie. Schon hatte sie ein Töpfchen mit gewürztem Honig aus dem Picknickkorb gezaubert.
„Schlecke es ab“, forderte Clara, als sie einen dicken Tropfen auf ihrer linken Brustwarze plaziert hatte. Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Schon beugte er sich über die Lüsterne, und schleckte und saugte die süße Knospe, dass ihre Trägerin bald von angenehmsten Schauern durchflutet war. Nicht ohne Stolz griff sie nach seinem müden Aal, und stellte fest, dass er sich bereits wieder in einen kraftstrotzenden Tümmler verwandelt hatte.
„Jetzt darfst du mich fröscheln, bis ich die Engel singen höre“, lächelte Esmeralda schließlich auffordernd. Sie griff in die Takelage, und ließ alles mit sich geschehen......ihr Takt vereinigte sich zu einer gemeinsamen Melodie. Nun brachen alle Schleusen. Dann sanken sie erschöpft auf die Planken...

Esmeraldas Mittelfinger war noch ganz feucht, als sie aus ihren liebsten Jugenderinnerungen erwachte. Schließlich aber, war es nicht Ramons Samen gewesen, der am Ende in ihr aufgegangen war. Auch der Samen des reichen, deutschen Geschäftsmannes hatte ihren Bauch nicht so schön prall und rund gemacht, dass der Nabel wie eine harte Kaffeebohne von der vollendeten Kugel abstand, die sie nun so stolz und glücklich vor sich her trug. Nein, der wollte nur sein billiges Vergnügen. Ein einfacher Zugbegleiter, ein simpler Schaffner hatte sie schließlich geschwängert, ...und sie liebte ihn;
...darum gönnte sie ihm auch jede seiner Erfahrungen, schließlich machten sie ihn ja zu jenem Gott im Bett, der ihr all die lustvollen Freuden bescheren konnte, von denen sie früher nur geträumt hatte. Er sollte es nur nicht wagen, jetzt noch eine andere anzuschauen......Esmeralda richtete sich gähnend auf, brühte sich einen Tee, und nahm das Tagebuch erneut zur Hand. Gespannt blätterte sie die nächste Geschichte auf...

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