Brunftzeit

Weiberschlucht - Teil 14

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Brunftzeit

Brunftzeit

Franck Sezelli

Nur selten kommt eine der Amazonen in zu kurzem zeitlichem Abstand zu ihm, er beobachtet keinen Streit zwischen ihnen. Offenbar bekommt jede, die will, auch die Gelegenheit, sich von Alexander decken zu lassen.

Einmal beschließt Alexander, sich vom Dorfplatz zu entfernen und das Tal zu erkunden. Er wird zu seiner Verwunderung nicht aufgehalten, aber es folgen ihm auffällig unauffällig zwei bewaffnete Amazonen, die ihn nicht aus den Augen lassen. Auch später ist immer mindestens eine Wächterin in seiner Nähe, nie aber Myrina wie in den ersten Tagen. Seit sie nach der Zeremonie zu ihrer Mannbarkeit aus dem Rundhaus herausgeführt worden war, hat er das so deutlich nach ihm schmachtende Mädchen nicht mehr gesehen.
Bei dem Streifzug durch das Gelände erkennt er sehr schnell, dass eine Flucht aus diesem Flusstal für ihn unmöglich ist. Steile Felswände begrenzen ringsum die sich in der Mitte erweiternde Schlucht, die ohne entsprechende Ausbildung und Hilfsmittel nicht zu erklettern sind. Der Fluss selbst bietet auch keine Fluchtmöglichkeit, weil er an beiden Enden die Felswände nicht teilt, sondern die Felsen unterspült. Der Fluss kommt praktisch aus einem Felstunnel, dessen Länge Alexander nicht kennt und fließt auf der anderen Seite wieder in ein dunkles Felsloch, ohne an der Wasseroberfläche Luft nach oben zu lassen. An einer der Felswände an der Talseite erkennt Alexander einen dunklen Spalt, einen Höhleneingang oder gar einen Durchgang, der ist aber von mehreren Amazonen bewacht.
Als er mal kurz mit Ronald ein paar Worte tauschen kann, erzählt er ihm davon. Auch Ronald hatte das bereits erkannt und ist total verzweifelt. Er kann auch nicht mehr glauben, dass die Amazonen sie beide nach der Erfüllung ihrer Mission so einfach laufen lassen.
Alexander bekommt allmählich starke Angst, er sieht die Gefahr mehr in den Griechen, die sicher nicht riskieren wollen, dass dieser noch weithin unbekannte urtümlich lebende Volksstamm von der allgemeinen Öffentlichkeit entdeckt wird. Und er hegt den Verdacht, dass die Bundesregierung den Schutz dieses Volkes und die diplomatischen Beziehungen zu Griechenland höher bewerten wird als ihr Leben.
Angesichts der unaufhörlichen erotischen Herausforderungen gelingt es ihm aber, diese Befürchtungen zu verdrängen.
So vergehen diese Tage der Brunft für Alex letztendlich doch in gleichmäßig ruhiger Zufriedenheit. In den Nächten wird er immer von einer der Frauen mit den roten unteren Lippen versorgt und fickt sich dann mit ihr in den Schlaf.

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