So nahm das Ganze seinen Lauf. Die vier Nachbarn verwöhnten “ihre” Cindy H. nach Strich und Faden. Sie bekam Pralinen, Emirs selbstgemachten Schokopudding und Kekse von Stefan. Im Treppenhaus wurde sie stets freundlich gegrüsst – die vier Männer begannen Cindy zu gefallen. Eines Abends kam es sogar so weit, dass sie mit Bernd einen Abend vor dem Fernseher verbrachte. The next Uri Geller. Beide amüsierten sich köstlich. Bernd reichte Eve und schob Cindy H. Pralinen in den Mund. Er machte aber keinerlei Annäherungsversuche, benahm sich höchst korrekt, so, dass Cindy fast ein wenig an ihrer Attraktivität zweifelte. Wenigstens hätte er doch versuchen können, den Arm um ihre Schulter zu legen. An jenem Abend trug sie einen Hausanzug in dezentem Gelb, und Bernd entging nicht, dass sie ihn schon fast ausfüllte.
Da stellte Cindy H. fest, dass ihre Stupsnase runder geworden war. Selbst an den Schultern schien sie etwas Fett angesetzt zu haben. Die Waage bestätigte ihre Befürchtungen. Cindy hatte innert zwei Monaten 8 Kilo zugenommen. Sie wog jetzt 68 Kilo. Eine Woche später betrog sie sich selbst, indem sie bekleidet auf die Waage stand. Die Kilozahl wurde natürlich durch die Klamotten nach oben gedrückt, redete sie sich ein.
Einmal mehr startete Holger sein Netbook. Mit einer winzigen HD-Cam war es ihm gelungen, Cindy H. beim Treppensteigen zu filmen. Nur ihr Hintern war auf dem Videoclip zu sehen, das er seinen Kollegen freudig zur Verfügung stellte.
Am Arbeitsplatz wurde Cindy H. misstrauisch beäugt. Ob sie schwanger war? Eine befreundete Verkäuferin erkundigte sich direkt nach Cindy H.'s Umständen; diese antwortete aber ausweichend. Mittlerweile war sie fast süchtig nach der Zuwendung der vier Herren in ihrem Wohnblock. Sie wurde nie belästigt, nie angemacht, nie verführt. Dafür bekam sie reichlich Essen, für das sie nichts tun musste als sich ab und an für einen Fernsehabend zu opfern, was sie als willkommene Abwechslung betrachtete.
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