Dann ergab eine Handlung die andere. Bernd, Holger und Stefan liessen es sich nicht nehmen, sich mit Cindy auf der Matratze fotografieren zu lassen. Keiner kam ihr aber zu nahe – die Männer bewahrten ihre Beherrschung. Man wusste ja nie, wann die Bilder bei Facebook, Google oder Flickr auftauchten. Dann kniete Stefan sich hinter Cindy und legte seine grossen Hände auf ihre Brüste. “Ach...”, sagte Cindy H. Sonst nichts. “Ach...”. Stefan interpretierte das als Einverständnis und schilderte leise eine Erinnerung. Heidi Klum, die seit Jahren vergessene Heidi Klum, hatte ihren beiden Brüsten Männernamen gegeben. Hans hiess die linke, Franz die rechte. “Lillifee und Heidi”, summte er und knetete sanft Cindys Busen. Dazu bewegte er sich rhythmisch, so lange, bis Cindy H. seine Bewegungen aufnahm und mit der Hüfte zu kreisen begann. Emir fotografierte, was das Zeug hielt. Dann öffnete Stefan Cindys BH. Er streifte ihr die Träger über die Schultern und zwinkerte seinen Kollegen zu. “Prächtige Birnen sind das”, sagte Bernd anerkennend. “Suckable nipples”, ergänzte Holger. Cindy H. war sich deftige Sprache gewohnt. Im Jahr 2021 gab es keine Diskretion, keine Geheimnisse mehr. Man nannte die Dinge beim Namen, und aus diesem Grund hatte sich die Gesellschaft allmählich entsexualisiert. Alles wurde gezeigt, nichts verborgen, und das kollektive limbische System sackte in sich zusammen wie ein angefaulter Fliegenpilz. An jenem Abend aber standen die Ständer, Cindys Säfte flossen, und der Oeil de Perdrix hatte das Seinige zur strunzgeilen Stimmung beigetragen. Dann gab es kein Halten mehr.
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