Den Männern, die nicht meine Augen suchen, nur die Gestalt meines Brüste und meiner Gesäßbacken — de mes fesses, o welche Geste —‚ gewähre ich nicht einmal einen Blick meiner Augen, der sie irritieren könnte, denn in ihnen ist nur Gier, kein Begehren, und so wie sie ihre Frauen nicht mehr achten, achten sie auch mich nicht. Dass ich sie nicht zur Kenntnis nehme, mag ihnen vielleicht noch helfen, sich ungeniert ihrem Geifern hinzugeben, aber keinem gelingt es, sei er auch noch so plump, meine Aufmerksamkeit zu erregen, noch jeden habe ich erfolgreich in die Schranken gewiesen, mag er die Verteidigung meiner Selbstachtung auch als Hochmut ausgelegt haben.
Denen, die vielleicht noch die Schönheit meines Antlitzes genießen, gebe ich meist für einen Moment die Gelegenheit, mich als Person wahrzunehmen, dringt ihr Blick aber nicht in meine Seele, wende ich mich ab und es bleibt nur eine freundliche Begegnung in Unverbindlichkeit, die sie vergewissert, dass die Tür zu mir stets verschlossen bleiben wird.
Dir aber sage ich: Auch wenn das Feuer zwischen euch nicht mehr so brennt wie in dir, so verbindet euch dennoch ein festes Band, das verraten eure Blicke und Berührungen. Diesen Moment hat es auch zwischen euch einmal gegeben, und wenn du aufmerksam bist, wirst du ihn auch wieder finden.
Das Geheimnis der Traumfrau ist nicht, dass sie etwas Besonderes ist, sondern an ihrer Seite träumst du dich als einen anderen. Du weißt wie ich, du kannst in einem Moment nur einem Menschen in die Augen blicken. Und ein Blick bahnt den Weg für die Berührung, und dann ist es geschehen.
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