Nein, es war nicht weg! Es war in ihr. Sie hatte sein Sperma im Bauch.
Jetzt wusste sie wenigstens, wie sich das anfühlt. Und für Michael hatte sie es gerne getan. Aber ob sie es noch einmal tun würde, wusste sie nicht.
Langsam erhob sie sich und ordnete ihre Kleider. Der Schwanz hatte sich zurückgezogen und die Klappe war wieder zu. Tina wollte Michael ein paar Minuten Vorsprung geben, damit er sein Alibi waren konnte. Doch der Geschmack blieb. Und es war in ihr. Ob ihr Atem danach roch?
Nach fünf Minuten öffnete Tina die Tür der Kabine. Tina erschreckte sich, denn vor ihr stand ein fetter Kerl und glotzte sie an. Und er stank nach Schweiß. Warum stand er direkt vor der Tür? Warum glotzte er so? Wusste er, was sie gerade getan hatte. Bestimmt sah er ihre geschwollenen Lippen.
Nach dem kurzen Schreck huschte Tina an ihm vorbei und durch die dunklen Gänge zurück ins Freie. Sie wollte grade aus der Seitengasse zurück auf die Hauptstraße, als sie Thomas mit seiner Freundin vorbeigehen sah. Sie duckte sich gegen die Häuserwand und wartete bis sie vorbeigegangen waren.
Michael saß wieder am selben Tisch, an dem sie schon zuvor gesessen hatten und hielt eine Zeitschrift in der Hand. Als er Tina kommen sah, fragte er: “Du hast Dir ja ganz schön Zeit gelassen. Hat es sich wenigstens gelohnt?“ Tina lächelte nur und fragte „wollen wir gehen?“
Michael rief den Kellner. Auf der Rechnung standen drei Capuccino und ein Hausbecher. Tina gefror das Blut in den Adern. Michael war doch auch erst seit ein paar Minuten wieder hier! In der Zeit kann er doch unmöglich all das gegessen und getrunken haben, es sei denn… Dann fiel ihr der Dicke vor der Kabine wieder ein. Sie wurde totenbleich und ihr Magen drehte sich um.
„Tina? Geht es Dir gut?“ fragte Michael besorgt. „Ich glaube mir wird schlecht. Ich muss…“ Mehr konnte sie nicht sagen, bevor sie sich in den Blumenkübel neben ihr übergab.
Als Tina wieder aufblickte schaute Michael ihr tief in die Augen. „Ich muss dir was gestehen“, sagte er, „ich habe gar nicht hier gewartet. Ich wollte nicht, dass Du böse wirst, deswegen habe ich Thomas’ Rechnung bezahlt.“
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