Cafe und Kino

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Peter Urmel

Bloß keinen direkten Blickkontakt herstellen. Die Gestalt ging langsam weiter, den Blick aufmerksam auf die Kabinentüren gerichtet. Er schien Michael noch nicht bemerkt zu haben. Michael war erleichtert, denn gleich würde der Fleischberg wieder im Seitengang verschwunden sein. Doch in diesem Moment ertönte ein lauter Knall aus Tinas Kabine. Michael fuhr vor Schreck zusammen. Er begriff sofort, was dieser Klang bedeutete, und der Fleischberg wusste es auch: Blitzschnell hatte er sich umgedreht und kam entschlossenen Schrittes und mit lüsternem Grinsen auf Michael zu. Michael wurde panisch. Es graute ihm, von diesem Fettklos angequatscht oder gar begrapscht zu werden. Das war ihm schon einmal passiert, ein Erlebiss, das ihn in seinen Albträumen verfolgte. Er musste etwas tun. Bald würde er ihn erreichen. Verzweifelt blickte Michael sich um; nur wenige Schritte trennten ihn vom rettenden Ausgang …

Tina setzte sich. An der Innenseite der Tür war tatsächlich ein Spiegel, durch den man den Film gut sehen konnte. Ein Mädchen lag alleine auf einem großen Bett. Sie war nackt und streichelte träumend ihren Körper. „Die ist bestimmt nicht älter als ich“ dachte Tina, „und ich sehe gerade meinen ersten Porno.“ Tina drückte einen der Knöpfe in der Armlehne. Im nächsten Film vergnügte sich eine Frau mit drei großen schwarzen Männern. Die Körper wirkten grotesk. Die Männer hatten riesige Steroidmuskeln und die Frau war gespickt mit Silikon. Klick. Ein schwarzer Mann in Großaufnahme. Er war ungewöhnlich schön. Seine dunkle Haut war makellos, fast wie feines glänzendes Leder. Er war schlank und lange nicht so muskulös wie die Drei vorher, aber dennoch konnte man das Spiel seiner Muskeln unter der perfekten Haut bewundern. Sein Hintern war anbetungswürdig. Rund und stramm, ging er anmutig in ein paar kräftige Oberschenkel über. Und er wusste seine Muskeln perfekt einzusetzen.

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