„Ganz schön rot und sehr empfindlich…“ zog Carla als Fazit, als sie ihre Möse später betrachtete.
Natürlich würden die Spuren nach ein, zwei Stunden wieder verschwunden sein. Lediglich ihre Schamlippen blieben deutlich länger gut durchblutet.
„Wie erklärst Du das deinem Mann?“ fragte Olivia besorgt.
„Wenn der heute Nachmittag oder am Abend wirklich will…,“ Carlas überlegene Art brach sofort wieder durch, „dann mache ich aus unserem Schlafzimmer einfach einen „Dark Room“!
*****
Am nächsten Tag, Olivia war mit den Kindern etwas knapp dran und brachte zuerst Clara in die Vorschule, war Leon ein wenig liebesbedürftig und drückte seine „Mama“ zur Verabschiedung im Umkleideraum der Kita ganz fest. Ja, Leon sagte nur noch ganz selten „Livia“, was seine „Ersatzmutti“ sehr freute! Hinter sich hörte Olivia eine Männerstimme, die sich mit einem Jungen unterhielt. „Dich kenn ich doch…;“ dachte die Pilotin und warf nur einen kurzen Blick über ihre Schulter auf den Mann.
Liv drückte ihrem Adoptivkind ein Küsschen auf die Wange und verabschiedete ihn so in die Gruppe. „Du bist das also…!“ Vor ihr stand der Vater von Jannik. Jakob, oder auch Jo. Ihr Fickpartner von letzter Woche! „Ich wusste, dass ich diese Stimme schon einmal gehört hatte.“
„Oh, hallo Frau Andersson!“ Jakob wusste nicht so recht, wie er sich verhalten sollte. Diskretion war auch eine von Martins Bedingungen.
„Jannik und Leon verstehen sich gut!“ Olivia wollte im Beisein anderer Eltern keinesfalls über den besagten Vormittag reden und brachte sofort die Kinder ins Gespräch. Gemeinsam gingen sie zu ihren Fahrzeugen. „Lust auf einen Kaffee?“, fragte Olivia und mit der Bemerkung: „Fatma kommt frühestens um zehn…“ verabredeten sie sich in der Villa der Anderssons.
„Ich bin Grafikdesigner, arbeite zuhause und kann mir meine Zeit fast beliebig einteilen;“ erzählte Jakob freimütig. „Und ich fand dich vom ersten Moment, als ich Dich mit Leon gesehen habe, aufregend! Leider war ich zu feige, Dich anzusprechen! Dann kam auf einmal dein Mann und brachte euren Sohn. Da habe ich mich nach Leons Mutter erkundigt.“
„Martin hat dich sicher aufgeklärt…?“
„Ja! Und ich finde es bewundernswert, wie Du das mit Leon und seiner Schwester auf die Reihe kriegst!“
„Und Du lebst getrennt?“ Natürlich wollte Olivia mehr über diesen Mann, der sie so gut, ja man muss schon sagen „gefickt“ hatte, wissen. Denn ein Gespräch „danach“ musste damals ausfallen, weil ihre Haushälterin unplanmäßig früh zur Arbeit erschienen war.
„Meine „Noch-Frau“ macht lieber Karriere. Wir haben uns so in die Wolle gekriegt, dass Kristina ausgezogen ist. Sie holt Jannik jedes zweite Wochenende und je nachdem bestimmte Wochen im Urlaub.
„Und das ist nicht zu kitten?“
„Dieser schwedische Sturkopf hat einen Lover…“ meinte Jo resignierend.
„Es liegt also nur an ihr?“, hinterfragte Liv.
„Nein, ich war auch ein Egoist…“ gab Jakob unumwunden zu. „Aus heutiger Sicht würde ich große Zugeständnisse machen.“
„Schwedin…?“ In Olivia reifte ein Plan. „Darf ich mit ihr mal reden? So von Schwedin zu Schwedin?“
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