Frau Reiser blickte hoch, hörte dann augenblicklich zu Lesen auf. Es wurde unheimlich ruhig, als sie das Buch zuklappte.
Ihre Stimme blieb ruhig, hatte aber eine sehr kühle Einfärbung angenommen. Käthes Gesicht glühte, als sie verstand, was die Lehrerin da von ihr verlangte. Eine Gänsehaut kroch über ihre Haut.
„Käthe Mayen! Du benimmst dich sehr ungebührlich. Nicht genug, dass du mit deinem Gerede den Unterricht störst. Du führst auch noch obszöne Reden, die sich für eine junge Dame sicher nicht gehören. Du wirst jetzt nach vorne an die Tafel kommen und für deine Frechheit bestraft werden!“
Käthe reagierte nicht gleich und blieb vorsichtshalber erst einmal sitzen. Frau Reiser wiederholte die Aufforderung, fügte an, dass es sich um die letzte handelte. Sollte Käthe nicht zu ihr kommen, würde sie sich eben auf den Weg machen. Das wirkte. Frau Reiser wirkte derart entschlossen, dass sich Käthe doch von ihrem Platz erhob und sich gemächlich in Richtung des Lehrerpults bewegte. Frau Reiser lächelte über diese erneute Provokation. Als Käthe dann endlich vor ihr stand, ging alles sehr schnell. Charlie und Inge staunten. So etwas hatten beide noch nie gesehen. Die Deutschlehrerin stand von ihrem Schreibtisch auf, stellte sich Käthe in den Weg. Die blickte zur Türe, überlegte wohl, ob sie die Flucht ergreifen sollte. Da hatte Frau Reiser sie schon an den Armen gepackt. Käthe versuchte sich loszureißen, merkte aber schnell, dass ihr das nicht gelingen konnte. Die Lehrerin stellte ihren rechten Fuß auf einen Schemel, beugte das zeternde Mädchen über ihr dadurch angehobenes Knie. Käthes Oberkörper drückte sie mit der linken Hand nach unten, während die rechte Hand auf Käthes erhobenen Po klatschte. Sie schrie Zeter und Mordio, schlug dabei mit den Beinen aus. Frau Reiser versohlte sie jedoch einfach weiter, auch wenn es sie einiges an Kraft kostete.
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