Charlys Tante

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Emil Lorenz

„Wieso eingefallen?“, fragte Eddy.
„Na, was denkst du, was das hier werden sollte?“ sie sah ihn fragend an und deutete mit den Händen eine Geste, die sagen sollte, sieh dir meine Klamotten an.
„Ich weiß es nicht.“ Sagte Eddy stur und seine Miene wurde finster. Ellen sah es und grinste plötzlich.
„Du warst das gestern Abend im Haus.“ Stellte sie sachlich fest. „Ich dachte eigentlich, es wäre Frank gewesen.“
Eddies Augen wurden groß. „Dad weiß davon?“, fragte er ungläubig und vollkommen perplex. Er vergaß ganz etwas zu leugnen.
„Na, was denkst du denn?“ Jetzt war es an Ellen, erstaunt zu sein. „Glaubst du wirklich, deine Mutter geht fremd? Natürlich weiß das dein Vater, warum auch nicht, es ist nichts dabei, deine Mutter und ich kannten uns schon lange, bevor du überhaupt in Planung warst.“ Sie drehte sich um und ging ins Haus. Eddy nagte an seiner Unterlippe. Er verstand gar nichts mehr. Eddy setzte sich an den Tisch und wartete. Sein Gehirn lief auf Hochtouren. Als Ellen zurückkam, hatte sie 2 Gläser Saft aus der Küche mitgebracht. Sie stellte eines vor Eddy und setzte sich mit dem anderen zu ihm.
„Ich verstehe nicht, was los ist.“ Sagte er leise.
„Was verstehst du nicht?“, fragte Ellen, „warum wir hier sitzen?“
„Das auch, aber ich habe den Eindruck, seit du da bist, bricht alles zusammen. Alles ist plötzlich anders. Wo warst du die ganzen Jahre? Warum lerne ich dich erst jetzt kennen? Was in aller Welt geht hier ab? Wer bist du?“ fragte er und wurde mit jeder Frage etwas lauter, bis er das „wer bist du“ fast geschrien hatte. Ellen lächelte, strich sich eine Strähne aus der Stirn und beugte sich leicht nach vorn, als müsse sie sich konzentrieren, jetzt nicht das Falsche zu sagen.
„Was denkst du“, begann sie, „ist für deine Mutter das Wichtigste auf der Welt? Abgesehen von Personen oder Dingen, ich meine so das ganz banale Zeugs.“
Eddy überlegte und zuckte dann mit den Schultern.

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