„Genau! Erst strammstehen lassen und dann mit Pauken und Trompeten zum Ziel“, lacht Gina.
Im Besprechungsraum erwartet der Kandidat, einer blonder Hüne, die beiden Damen bereits. Gina trägt wieder einen Catsuit, aber diesmal in bordeauxrot. Der Reißverschluss entblößt ihren Venushügel. Heute lenkt ein Rubin den Blick auf ihre Klitoris. Die Rubin-Ohrringe passen perfekt dazu. Das rabenschwarze Haar hat sie zu einem Pferdeschwanz gebunden, der bis zum Po reicht.
Sie schätzt den Bewerber auf Mitte Zwanzig. Er ist noch einen Kopf größer als Gina, dürfte also das Gardemaß von zwei Meter nur knapp verfehlen. Kurz geschnittenes Haar, feine Gesichtszüge, charmantes Lächeln - sicherlich ein Mann dem die Frauenherzen zufliegen. Er ist gepflegt, aber leger gekleidet: dunkelblaues Polohemd, hellblaue Jeans und Sneakers.
„Vagina Mösenlechner“, stellt sie sich vor. „Und das ist meine Kollegin Laura Fick“, ergänzt sie mit einem Augenzwinkern zu ihrer neuen Mitarbeiterin.
„Oha! Mösenlechner und Fick. Das hört sich nach einem guten Programm an. Ich bin Friedrich-Wilhelm von Rammelstein, bitte lachen Sie nicht! Aber das wissen Sie ja bereits aus meinen Bewerbungsunterlagen. Ich möchte mir gerne zu meinem Psychologie-Studium etwas hinzuverdienen. Verarmter Adel eben.“
„Mein Schäferhund hieß so ähnlich und hatte auch einen langen Stammbaum“, Laura kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.
„Nennt mich einfach Fritz. Dann hört sich's halb so schlimm an.
„Okay, dann sag zu uns Gina und Laura. Wir sind hier ohnehin alle per Du“, sagt die Promotion Managerin.
„Ich muss euch gleich ein Kompliment machen. Ihr seht wirklich rattenscharf aus. Wem bei eurem Anblick nicht die Hose zu eng wird, der ist vom anderen Ufer.“
„Und das Beste: alles, was du siehst, darfst du gleich einmal ausprobieren.
Chefsache
Lümmelparadies – Teil 2
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