Wir Zwei werden uns also für drei Wochen arrangieren. Du kannst dich hier wie zuhause fühlen. Es stehen dir alle Räumlichkeiten offen, wie auch der Garten und die Pferdeställe. Du kannst meine Angestellten höflich bitten, wenn du etwas haben möchtest. Sie werden versuchen, dir jeden Wunsch zu erfüllen, wenn es möglich ist. Merke dir nur eines, Christina! Das Zimmer im obersten Stockwerk ist tabu! Es befinden sich darin sehr teure Antiquitäten, denen keinesfalls etwas zustoßen darf. Wenn du dich an dieses eine Verbot hältst, bekommen wir keinen Ärger miteinander! Versprichst du mir das, Tina?“
Nun wirkte Tante Betty ganz freundlich. Ich gab ihr mein Ehrenwort, obwohl ich nicht im Traum daran dachte, es auch einzuhalten. Verbote hatten mich schon seit eh und je fasziniert. Früher oder später würde ich mich auch über dieses hinwegsetzen. Die nächste Woche war ich aber damit beschäftigt, das ausufernde Grundstück zu erobern. Ich streunte überall herum, guckte mir jede Ecke genau an. Elizabeth ließ mich auch ausreiten, was mir großen Spaß machte. Da ich zuletzt vor zwei Jahren auf einem Pferd saß, tat mir am Abend der Po weh. Tante lächelte, als sie mir eine Salbe in die Hand drückte. Ich hatte gar nichts gesagt, aber ich konnte ihr einfach nichts vormachen. Sie schien sehr besorgt um meine Sitzgelegenheit zu sein, da sie mich mehrfach nach meinem Befinden fragte. Es war mir etwas unangenehm, dass sich Tante Betty so um meinen Popo sorgte. Ich beteuerte, dass diese Salbe geholfen hatte, was auch der Wahrheit entsprach. Tante gab sich damit zufrieden. Ich zog jeden Abend vor dem Schlafengehen das Höschen runter, um mir die Salbe auf die leicht geröteten Stellen aufzutragen. Die Kräutersalbe wirkte wahre Wunder! Nach drei Tagen spürte ich nichts mehr und konnte mich auch beschwerdefrei wieder hinsetzen. Meine Tante schien eine richtige Spezialistin zu sein, was solche besonderen, hinteren Probleme betraf.
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