Claudia und der Gladiatorenspeer

Nefret die Hetäre - Teil 17

5 7-12 Minuten 0 Kommentare
Claudia und der Gladiatorenspeer

Claudia und der Gladiatorenspeer

Peter Hu

Die Bilder waren also fertig. Die Blätter färbten sich bereits, als es die Gesellschaft zum Aufbruch drängte..
Nefret wollte auf dem Rückweg noch bei ihrer alten Weggefährtin vorbei schauen.

Verträumt streckte sich die schöne Claudia den letzten Sonnenstrahlen des Jahres entgegen. Sie lümmelte sich auf der hölzernen Bank im Obstgarten, und genoss das neue Leben als einfache Haushaltsvorsteherin.
Ihr Gatte beaufsichtigte zu dieser Stunde die Traubenernte. Das kleine Söhnchen schlief noch im Schatten eines Apfelbaumes. So hatte die blonde Schönheit jede Muße, dem Gesang der Vögel zu lauschen. In dieser vor Leben strotzenden Umgebung, hatten sich bald auch Claudias schlimmste Erinnerungen relativiert.
Schreckliche Vorwürfe hatte sie sich bei ihrer Heimkehr anhören müssen. Schadenfroh zerrissen sich die feinen Weiber der Gesellschaft das Maul. Gesellschaftlich war die bildschöne Römerin tot.

Selbst die schwanzgesteuerten Recken, welche sich noch vor Claudias bevorstehenden Hochzeit um sie geprügelt hatten, verspotteten sie jetzt. „Matrosenliebchen“, war noch die schmeichelhafteste aller Kränkungen.

Doch mit der Zeit wurde sie härter. Ohne eigene Schuld war ihr Ruf ruiniert worden. Schließlich war sie ein Entführungsopfer…
Rom, die Stadt, die sie einst über alles geliebt hatte, war ihr zum Albtraum geworden. Claudia wollte nur noch fort.
Doch zuvor musste sie dem feinen Bürgertum noch eine Lektion erteilen.
Kein Adelsmann war also mehr bereit, sich öffentlich mit der gedemütigten Senatorentochter zu zeigen.
„Nun gut“, ...sagte sie sich eines Tages. „Dann werde ich eben einen aus dem Volke adeln“...
Und jene Schelle, die sie jetzt in Richtung „Feiner Gesellschaft“ schlug, hätte schallender gar nicht klingen können.

Neben Claudia gab es da noch jemanden, der in diesen Tagen Stadtgespräch von Rom war. Der berühmte Gladiator Ursus Faustus hatte gerade seinen dreißigsten Sieg auf Leben und Tot errungen. Zu diesem, in der Geschichte des Zirkusses einmaligen Jubiläum, schenkte der Kaiser dem Kämpfer persönlich die Freiheit.

Faustus weckte sofort Claudias Interesse. Sie war gewiss nicht die Einzige. Viele Römische Adelsfrauen begehrten nichts sehnlicher, als sich von solch einem Giganten den Verstand aus dem Leib ficken zu lassen. Aber unsere geächtete Schönheit beabsichtigte weit mehr, als einen spektakulären Fick mit dem gefeierten Star der Arena...
Claudia beauftragte also einen verschwiegenen Agenten, um ein erstes, diskretes Gespräch mit dem Zirkusstar anzubahnen.
Zunächst hatte die gedemütigte Blondine auch nur den Skandal im Sinn. Doch dann...

Dieser muskelbepackte Riese, so wild und verwegen er auch aussehen mochte; ...dieser von unzähligen Narben gezeichnete Gigant, begann sie mehr und mehr zu faszinieren. Der Mann entsprach so gar nicht ihren Vorurteilen. Hinter all den Muskeln und Kampfesspuren, verbarg sich doch ein feinsinniger, gelehrter Geist.

In seinen Jugendjahren hatte Ursus als kleiner Stammesfürst an einem Aufstand gegen die Besatzer teilgenommen. Natürlich hatte das Imperium mit all seiner erdrückenden Macht zurück geschlagen. Auf das Scheitern des naiven Versuches, folgte gnadenlose Sklaverei.
Schließlich entdeckte ein Gladiatorentrainer den vielversprechenden Kraftprotz aus Gallien. Und kämpfen konnte er, hatte er doch vor dem Aufstand einige Jahre als Offizier der Hillfstruppen in der Legion gedient. Auf die simple Sklaverei im Steinbruch, folgte die systematische Ausbildung zum professionellen Menschenschlächter. Ursus war nicht stolz darauf. Aber er war zu stolz, um zu verlieren. Der Überlebensinstinkt tat das Übrige. Und das machte ihn schließlich zum unvergessenen Star der Arena...

Dieser Mann imponierte Claudia vom ersten Augenblick ihrer Begegnung. Obwohl er einen Schädel mit den bloßen Händen zerquetschen konnte, war er gegenüber Frauen ganz schüchtern und zart...

„Wie kommt es, dass du unter jeder meiner Berührungen zusammen zuckst, als würde ich dich schlagen?“ ...fragte Claudia bei ihrer ersten Begegnung in der Taverne. Denn außer in ihrer Sklaverei, war sie in sehr berührungsfreudiger Mensch.

So erzählte Ursus ihr also seine Geschichte:

„Nach jedem blutigen Sieg in der Arena, wurden wir überlebenden Gladiatoren mit Wein, bestem Essen und schönen Frauen belohnt. Auch ich habe die Weiber nie verschmäht. Aber mir war es immer bewusst: Für jeden meiner Siege, musste zuvor ein guter Mann sterben.
Dennoch war der Kampf für uns auch wie eine Droge. Der Blutrausch machte uns stets wild. Du kannst dir nicht vorstellen, wie geil ein Mann anschließend ist, wenn er zuvor dem Tod ins Auge geblickt hat“...

„Meist verließen die armen Weiber unsere Unterkünfte unter Tränen. Denn wir behandelten sie kaum besser, als zuvor unsere Gegner. Nicht, dass wir sie mit Waffen angriffen. Aber wir waren vollkommen verroht. Sie haben uns eben zu reißenden Bestien gedrillt. Wir ficken die armen Dinger genau so fühllos, wie wir zuvor unsere Gegner in der Arena fertig gemacht hatten. Es ging nie ohne Beulen und Schrammen ab,“ ...schloss er den Bericht

„Schau dir nur diese Hände an“, ...seufzte er traurig.
„Ich weiß nicht, ob sie jemals wieder zu einer sinnvollen Tätigkeit zurück finden werden. Auch fürchte ich, sie werden nie wieder ein Mädchen streicheln können. Was soll ich noch mit ihnen anfangen? Wer nimmt einen wie mich noch in Dienst? Außer vielleicht als Geldeintreiber und Totschläger? Bald wird das Geld des Kaisers aufgebraucht, und mein Name vergessen sein.“

„Ich nehme dich in Dienst“, hatte Claudia ihm da breit lächelnd geantwortet.
„Denn ich bin geächtet, genau wie du. Auch wenn mein Vater reich ist, ...und ich einen hohen Adelstitel trage, so gibt es doch nicht Wenige in meinen Kreisen, die eine Beschmutzte wie mich lieber tot sehen würden. Ich brauche also einen starken Mann an meiner Seite, der mich vor der reißenden Meute beschützt.“

Und so geschah es, dass Claudia sich bald in aller Öffentlichkeit an der Seite ihres neuen Leibwächters zeigte. Sie ließ sich auf jedem Empfang Arm in Arm mit ihm sehen. Und schließlich verbrachten sie auch die Nächte danach zusammen.

Klatsch und Empörung kochten über. Aber ein Aufschrei ging durch die Reihen der Aristokratie, als sie dann auch noch öffentlich ihre Verlobung bekannt gaben. Das Ansehen ihres Vaters nahm natürlich größten Schaden. Doch er stand stabil zu seinem geliebten Kind.
Nicht nur, dass er im Angesicht des gesalbten Pöbels Größe zeigte, auch gegenüber des ungleichen Paars zeigte er sich großzügig. Er schenkte den frisch vermählten einen Landsitz, weit außerhalb von Rom...
Der Skandal fand seinen Höhepunkt, als Claudia im großen Hochzeitszug durch die Stadt zog. Das einfache Volk schrie sich vor Begeisterung heiser. Claudias Vater musste anschließend von all seinen Ämtern zurück treten. Doch das Glück seiner einzigen Tochter war ihm wichtiger. Zum Dank bekam er bald einen ersten Enkel...

****************************************

...Zufrieden saß Claudia nun in der nachmittäglichen Herbstsonne und ließ ihre schönen schlanken, nackten Beine baumeln.
Ihre blauen Augen blinzelten im Gegenlicht. War das nicht ein Fuhrwerk, dort am Horizont?
Doch es war noch zu weit weg, um genaues zu erkennen. So döste sie einfach weiter vor sich hin, während sich ein Schmetterling auf ihrer bloßen Schulter niederließ.
Während das harmlose Insekt kitzelnd über die zart gebräunten Haut spazierte, es fühlte sich sehr angenehm an, glitt die Blonde in leichten Schlaf.
Claudia wurde erst wieder wach, als ihr Söhnchen durch verlangendes Brüllen seinen ebenfalls erwachten Appetit ankündigte.
Da blieb der jungen Mutter wohl nichts anderes übrig. Sie fühlte sich vollkommen unbeobachtet und entblößte die linke Brust. Sofort strebte der kleine Kostgänger auf das rosige Signal im Zentrum zu. Schmatzend begann er an der erwartungsprallen Erbse zu saugen. Gierig drückten sich kleine Hände in die volle Rundung, als würden sie die kostbare Ladung aus der Tiefe herauf pumpen. Dann begann er gierig zu trinken...

...Nefret wollte die rührende Szene keinesfalls stören. Sie stand schon eine ganze Weile im Tor und beobachtete das erwärmende Bild. Mit einem dezenten Räuspern machte sie sich schließlich bemerkbar.
Anfangs glaubte Claudia an eine Geisterscheinung. Träumte sie noch? Das waren Bilder aus einer anderen Zeit, die sie nur zu gern vergessen hatte. Doch das Gesicht der Frau hatte sie in guter Erinnerung. ...Dann trat begreifendes Erkennen an die Stelle von Erschrecken. Wortlos fielen sich die Frauen unter Tränen in die Arme.

Lange saßen sie anschließend im Garten beisammen. Man tauschten beim guten Wein der eigenen Ernte Erinnerungen aus. Die schlimmen Teile umschiffte man jedoch dezent.
Und endlich kam Claudia auf ihren Mann zu sprechen. Jetzt war man endgültig in der Gegenwart angekommen.

„Er ist zwar nicht der Schönste, dafür aber ein Fels in der Brandung. Auf meinen narbigen Riesen lasse ich nichts kommen. Einen besseren Mann, kann Frau gar nicht finden.“ ...Stolz flog ihr Blick zur Wiege. Anschließend straffte sie ihr weißes Gewandt über dem Bauch. Die gut entwickelte Rundung zeigte deutlich an, dass Claudia schon wieder schwanger war.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich nach dem Erlebten je wieder Lust empfinden könnte. Doch dieser schwielige Gigant besitzt eine Zärtlichkeit, die man seinem Äußeren nicht ansieht. Und seit unser Söhnchen da ist, begehrt er mich nur noch mehr. Seit meine Knospen tropfen, ist er noch geiler auf meine dicken Melonen, als er es eh schon war. Doch das ist auch gut so. Denn der Kleine kommt gar nicht so schnell mit dem Melken nach. Sie spannen schon wieder, als wollten sie gleich platzen. Da ist es eine richtige Erlösung, wenn sich auch dein starker Mann wieder in einen echten Milchbubi verwandelt...
Und als wüssten sie, dass von ihnen die Rede war, zogen sich die kleinen Erbsen Claudias hart zusammen, ...und durchfeuchteten sodann das dünne Tuch.

„Du darfst gern einmal von ihnen kosten“, ...lud die Vollbusige großzügig ein, als sie Nefrets faszinierten Blick bemerkte. „Denn ich liebe herrliche Gefühl des Säugens. Es ist fast, wie ein kleiner Orgasmus in den Nippeln.“
Neugierig nahm Nefret das Angebot an. Eine kaum zu beschreibende Faszination ging davon aus. Sanft streifte sie der Einladerin das Tuch von der Schulter. Erwartungsvoll schloss Claudia die Augen, und lehnte sich zurück. Nefrets Lippen schlossen sich in solch warmer Weichheit um die kleine Zitze, dass auch Claudias Schritt ganz feucht wurde.
Die Ägypterin brauchte gar nicht zu saugen. Schon der massierende Druck ihres Mundes genügte, um den weißen Strom zu entfesseln. Nefret empfand ein sonderbares Wohlbehagen, das sich noch steigerte, als Claudia ihr dazu durchs Haar kraulte. Nefret hatte schon manche weibliche Brust gesaugt. Doch seit der Säuglingstage keine mehr, die ihre Bemühungen mit Milch quittierte. Eine prickelnde Erotik, die nicht zwingend nach wildem Sex verlangte. Darum beließen es beide auch bei dem süßen Prickeln...

...So kam der Abend. Ursus würde bald hungrig mit seinen Landarbeitern zurück kehren. Claudia musste sich um die Verpflegung kümmern. Eine Haushälterin gab es nicht. Seit sie hier in der Abgeschiedenheit lebten, hatte sie die Hausarbeit zu schätzen gelernt. Claudia war glücklich und ausgefüllt. Sie vermisste Rom, mit seinen vielfältigen Zerstreuungen, überhaupt nicht mehr.
Nefret freute sich sehr darüber, dass es der Freundin wieder so gut ging. Sie beneidete Claudia sogar ein wenig um ihr Idyll. Einen sorgenden Mann, ein Kind und ein Leben auf dem Land, konnte sie sich jetzt auch ganz gut für sich vorstellen. Aber schnell fielen ihr auch die Vorzüge des eigenen Lebensstiels wieder ein.
Schließlich hatte sie ja Melante. Um keinen Preis der Welt würde sie die Geliebte gegen einen Mann eintauschen. Schwänze hatte sie im Job genug. Der Beruf machte ihr Spaß, ...und brachte obendrein viel Geld ein. Auch auf die wundervolle Stadtvilla wollte sie nicht mehr verzichten...

Und ehe Nefret noch weiter darüber nachsinnen konnte, kamen auch schon die Landmänner vom Feld.
Die Kerle waren hungrig und sangen schmutzige Lieder. Auch der hühnenhafte Ursus hielt da kräftig mit. Als sie jedoch die Stube betraten, verstummten sie peinlich überrascht. Manch Einer wurde sogar rot im Gesicht. Denn mit dem feinen Gast hatte hier niemand gerechnet.

In Claudias Küche wurde wirklich vorzüglich gespeist, da hatte der Maler nicht übertrieben. Aber Nefret war froh, ihn endlich einmal los zu sein. Nur die arme Melante tat ihr jetzt leid. Nefret hatte direkt ein schlechtes Gewissen, weil sie die arme Magd im Landgasthaus allein mit ihm zurückgelassen hatte. Aber schließlich hatte Melante ja ein eigenes Zimmer; ...mit starkem Türriegel.

Nachdem die Arbeiter gesättigt waren, wurde der nächste Arbeitstag besprochen.
...Nachdem der Hausherr sein Gesinde also dazu ermahnt hatte, den kommenden Tag ausgeschlafen zu beginnen, wünschte er eine gute Nacht, und entließ die Männer in den Feierabend.
Er selbst lief in dieser Nacht keine Gefahr, sich allzu sehr zu erschöpfen. Denn sein Weib saß noch die ganze Nacht mit Nefret am knisternden Kaminfeuer...

...Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als die beiden Freundinnen im Garten beim Frühstück saßen. Da rollte erneut ein Fuhrwerk vor. Melante und Antonio stiegen an verschiedenen Seiten heruntr. Der Maler trug eine feurige Bissspur an der Nase…
Woher die wohl stammen mochte?…

„Er ist ein ausgezeichneter Maler, aber leider auch ein unverbesserlicher Wüstling“, ...lachte Claudia aus vollem Herzen.
„Die rot geschwollene Knolle, wird ihm hoffentlich eine Lehre sein.“

Melante straffte sich derweil als stolze Siegerin. Sie drückte sich unmissverständlich eng an Nefrets schönen Körper. Sonnenklar, zu wem sie gehörte.
So verbrachten sie noch einen Tag auf dem Faustus-Hof. Dann war es Zeit für den Abschied
Nefret drängte es jetzt förmlich nach Rom zurück. Ihr Geschäft hatte sie schon viel zu lange vernachlässigt. Ihre Stammkunden würden es ihr wohl schon übel nehmen...

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 1545

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben