Er atmete tief durch, ging in die Küche und öffnete den Schrank mit den Blumenvasen. Eine Runde, Mittelgrosse, Azurblaue nahm er heraus und füllte sie mit frischem Leitungswasser. Er sah, dass seine Hände zitterten. Dann hörte er Claudias Brunftschrei. So hatte er sie noch nie gehört. Sie war in einem vollkommen anderen Film, und in ihrem Kreislauf pulsierte das vermutlich hochdosierte THC. Er wickelte die fünf Nelken aus, die er für sie mitgebracht hatte, stellte sie in die blaue Vase und ging zurück ins Wohnzimmer. Die Vase stellte er auf einen kleinen Fleck, den er in all dem ungewaschenen Geschirr noch ausmachen konnte.
Mit rhythmischen Stössen vögelte ein schwarzer Hüne, der ihm zuvor noch nicht aufgefallen war, sein kleines, zartes Schätzchen. In diesem Moment stellte er fest, dass er sie noch immer liebte – trotz all der Demütigungen. Stoisch sogen die Männer an ihren Wasserpfeifen. Claudias Gesicht war ihm zugewandt; sie wirkte weggetreten schien ihn nicht zu erkennen. «Claudia», flüsterte er und schenkte sich aus einer Karaffe Wasser ein, in ein leeres Glas, von dem er vermutete, dass es noch ungebraucht war.
Dann liess der Hüne seine riesigen Pranken auf Claudias Arschbacken niedersausen. Wieder und wieder. Sie warf den Kopf nach hinten, als wäre sie ein junges Fohlen. Er hatte den Eindruck, dass dies der Moment war, in dem sie richtig entjungfert und somit zur Frau gemacht wurde. Sex mit ihm war wohl Pipifax gewesen, kleine, unschuldige Spermaspritzer in Claudias Krankengymnastinnenscheide. Das. Hier. Aber. War. Echt. Hammermässig. Erneut schrie Claudia auf. Lustschmerz. Schmerzenslust. Der Hüne hatte sie vollkommen im Griff.
Gerne hätte er einen letzten Blick auf Claudias Krankengymnastinnenbrüste geworfen. Aber es war zu dunkel, der Winter war gekommen.
Wieder wurde ihr eine Knille zwischen die Lippen geschoben. «Keep calm, baby», vermeinte er zu hören. «He is doing you good. Enjoy your anal ritual. Enjoy». Sein Herz machte einen Sprung. Darum diese durchdringenden Schreie. Sie waren dabei, Claudia anal zu entjungfern. Analsex mit ihm hatte sie stets abgelehnt, den Marokkanern aber gab sie ihr Poloch bereitwillig. Immerhin hatte er, ab und an, seinen Zeigefinger hineinstecken dürfen. Auch feuchte Träume hatte er gehabt und sich vorgestellt, wie sie im Slip vor ihrem Spind stand, im Spital, und vom einen oder andern Assistenten rangenommen wurde.
Er stand auf, setzte das Wasserglas ab, warf einen letzten Blick auf die sich windende Claudia, atmete abermals tief durch, schlüpfte in seinen Trenchcoat, verliess die Wohnung und kehrte nie mehr zurück.
Am nächsten Tag war Weihnacht.
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