Der Club

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Nada Njiente

Das Reinkommen war kein Problem, lag wohl an meinem hübschen Gesicht, denn die schöne Frau an der Tür lächelte mich wohl wollend an, als ich ihr sagte, dass ich noch meinen Oberkörper frei machen würde. „Ja, aber mindestens,“ sagte sie, grinste in sich hinein und sah mich so eindeutig zweideutig an, dass ich ganz verlegen wurde. Die stampfenden Techno-Rhythmen hatte man schon draußen auf der Straße gehört, nun erfüllten sie den Gang in dem ich mich auszog. Die Frau an der Garderobe hatte einen riesigen blanken Busen. Ich wusste gar nicht wo hingucken, als ich ihr meine Jacke gab. Sie sah mich verständnislos an und reichte mir ein Zettelchen mit einer Nummer drauf „Nicht verlieren!“ „Nö, nö“ stammelte ich nur, und bewegte mich schnell fort von diesem Busenwunder. Solche großen Dinger schüchterten mich immer ein wenig ein. Mit einem mal stand ich inmitten einer riesigen Herde dampfender, stampfender Feierfolk-Leuten, die Frauen waren alle leicht bekleidet, oft nur mit BH und Höschen, oder sie hatten irgendwelche für mich undefinierbare Stofffetzen um ihren Körper drapiert. Die Typen tanzten fast alle mit nacktem Oberkörper, und hatten wie ich irgendwelche Hosen an. Das Schwarzlicht dominierte die Deko in dem Saal und überall an den Wänden waren riesige, obszöne Bilder die mich ganz wuschig machten. Ich wusste zuerst gar nicht wohin ich mich wenden sollte, und blieb wie angewurzelt stehen, um die Szenerie auf mich wirken zu lassen. Hat irgendwie was vom CSD, dachte ich noch, als ich direkt neben mir zwei schwule Kerle knutschen sah, da kam auf einmal eine Frau an mir vorbei, die sich splitternackt durch die Leute quetschte. Ich sah ihr irritiert nach, nein ich wusste zwar noch nicht im Entferntesten, was ich von diesem Laden halten sollte, aber unangenehm war es auf keinen Fall.

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Gedichte auf den Leib geschrieben