Schon wieder so ein Abend, an dem Conny nicht weiß, was sie mit sich anfangen soll. Seit der Trennung von Tobias ist sie nach Feierabend oft antriebslos und einsam. Was soll sie auch allein machen in ihrer kleinen Wohnung? Außer für Hansi muss sie für niemanden sorgen, und der ist gerade wieder einmal in seinem Zimmer verschwunden, um sich in so einem Computerspiel zu verlieren.
Es gefällt Conny gar nicht, in welche Richtung sich Hansi entwickelt hat, seit sie allein mit ihm ist. Ein bisschen hat es sich ja gebessert, nachdem Conny mit Tobi gesprochen hat, aber im Gesamtbild fehlt eben der Vater. Da hilft es auch nur temporär, wenn er Hansi zu sich und Lisa holt.
Lisa … hmm, ihre eigentlich beste Freundin und jetzt die Partnerin ihres Mannes. Wie konnte es nur so weit kommen?
Conny sinkt auf die Couch und verliert sich in Erinnerungen. Sie schließt die Augen und taucht ein in Geschehnisse, die zu all dem geführt haben, womit sie jetzt konfrontiert ist.
Sex war ihr nicht mehr so wichtig gewesen. Conny war gefordert – nein, überfordert – von Job, Kindern, Haus und … ja, und auch von Tobias. Dessen Wunsch nach Intimität war ihr einfach zu viel nach den anderen Herausforderungen des Tages. Vor allem, weil sich Tobias nach seinem Unfall so depressiv und antriebslos verhielt. Da kam ihr sein Wunsch nach Sex, wie die Flucht in eine Scheinwelt vor.
Ihre Ehe war an einem Tiefpunkt angekommen. So wie Conny selbst, die sich ausgelaugt und unverstanden fühlte.
In dieser Zeit – noch vor der Umschulung – offenbarte sie sich Lisa. Sie saßen in einem kleinen Café und Conny beobachtete, wie Lisa mit einem Mann spielte, der mit einer Frau am Nebentisch saß.
Ohne Hemmungen flirtet Lisa mit dem Mann und legt es offenbar darauf an, dass dessen Begleiterin es merkt.
„Warum machst du das?“, fragt Conny.
Conny
Ob das gut geht? – Teil 31
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Conny
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