Beziehungen spielen dabei keine Rolle; sonst gibt es nur Eifersucht“, erklärte sie und schaute erst Manuel dann mich an, als wüsste sie, wie sehr wir einander zugeneigt waren.
„Daran wirst auch du dich schnell gewöhnen.“ Zu meinem Erstaunen nickte Manuel, als bestätigte er, was Evelin gemeint hatte.
Zwiespältige Gefühle lösten Evelins Einblicke in das intime Leben von Manuels Galerie aus. Noch vor wenigen Augenblicken hatte ich lustvoll mit dem Gedanken gespielt, die Nächte gemeinsam mit zwei Männern zu verbringen, dass der eine zusah wie mich der andere vögelte. Jetzt sollte ich mich daran gewöhnen, sie mit anderen Frauen zu teilen.
„Du kannst es wohl kaum erwarten, dass er Gunda vögelt.“ Lautstark beklagte sich Manuel bei Jan, dem jungen Nachwuchskünstler, der seinen Blick unentwegt auf Gunda und Gabriel gerichtet hielt.
„Ein besseres Motiv für deine Zeichnungen findest du so schnell nicht wieder: Eine Frau und ein Mann paaren sich, sein Schwanz dringt in sie ein, ihre Brustwarzen recken sich steil empor, und ihre Hände spielen mit seinen Hoden.“ Manuel schaute Jan direkt in die Augen.
„Nur vögeln kannst du Gunda anschließend nicht mehr. Das besorgt ab jetzt ein Anderer.“
„Rede keinen Unsinn!“, rief Gunda ihm entgegen, löste sich aus Gabriels Armen und schritt auf Jan zu.
„Ich stehe dir auch das nächste Mal wie immer Modell und auch danach…“ Sie beugte sich vor zu Jan und flüsterte ihm etwas ins Ohr, was wir nicht hören sollten. Ganz bestimmt sagte sie ihm, dass er sie danach wieder vögeln durfte!
Zögerlich schritt Gunda zurück zu Gabriel, der sie mit großen Augen und offenem Mund anstarrte.
„Was soll diese Geheimnistuerei?“, beklagte er sich verärgert.
Gunda zuckte mit den Achseln.
„Nichts Besonderes. Kein Anlass, eifersüchtig zu sein.“
„Ich und eifersüchtig?“ Er deutete mit einem Kopfnicken auf Jan.
Cosimas Zwiespalt
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Cosimas Zwiespalt
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