Hier galten keine Paarbeziehungen, hatte Evelin erklärt und Manuel hatte zustimmend genickt. Alles war hier erlaubt, einer Frau ebenso wie einem Mann.
Vielleicht war das ‚Sie‘ nur die letzte Hürde, die es zu überwinden galt, wenn wir beide uns näher kamen.
„Ja!“, sagte ich einfach. Es war mir egal, auf welche Frage ich damit geantwortet hatte.
„Aber bitte sag einfach Cosima zu mir!“
Lächelnd ließ ich mein Kleid zu Boden fallen ließ. Darunter trug ich nichts als ein spärliches Stück Stoff um meinen Venushügel.
Raouls Augen verrieten mir, mit welcher Lust er meinen Körper abtastete, und ich genoss seine Blicke: Wie sie von meinem Mund an meinem Hals entlang wanderten, über meine Brüste mit den steil aufragenden Brustwarzen darauf und über meinen Bauch hinab zwischen meine Schenkel.
„Du bist noch schöner als ich mir vorgestellt habe“, flüsterte er mir zu.
Nichts hielt mich mehr zurück. Ich ging einfach auf Raoul zu, streichelte ihm über die Wange, fuhr mit der Hand über seine Lippen.
„Können wir das mit dem Zeichnen nicht einfach überspringen?“, hauchte ich ihm zu und küsste ihn.
Vorsorglich warf ich einen Blick hinüber zu Manuel, nur um ihm auf diesem Weg mitzuteilen, wie sehr ich Raoul zugetan war, ihn begehrte und wie ich eine Lust auf diesen Mann stillen wollte.
„Ich brauche Unterstützung am Wochenende, wenn ich für euch arbeite“, rief ich Manuel zu und schaute ihn abwartend an.
„Raoul?“, fragte Manuel. – Ich nickte und Manuel lächelte seltsam zurück.
Nackt wie ich war, schlang ich meine Arme um Raoul.
„Sei mein Geliebter!“, hauchte ich ihm zu. Ich spürte seine Hände, die zärtlich über meinen Rücken strichen, und seinen Schoß, den er gegen meinen drängte.
„Wenn du Cosima vögelst willst, nimm bitte vorher die Decke vom Tisch herunter“, hörte ich Evelins Stimme. Ihr Blick war auf Raoul gerichtet.
Cosimas Zwiespalt
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Cosimas Zwiespalt
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