Moni sagte nichts darauf, zog mich stattdessen zu sich und küsste mich leidenschaftlich. Dabei beugte ich mich so weit vor, dass mein Schwanz aus ihrer Spalte rutschte. „Oh, oh, gib mal schnell das Handtuch vom Tisch. Die ganze Soße läuft sonst auf den Teppich.“
Mit einem Male beschlich mich ein ganz sonderbares Gefühl. Ein Gefühl, das entsteht, wenn der Schwanz die Aufgabe des Gehirns übernimmt. „Ähm – sag mal, Moni…“, druckste ich herum.
„Ja, mein Süßer!?“, fragte sie zurück, mit einem Lächeln. Dabei schaute sie mir tief in die Augen.
„Ähm, ja… Nimmst Du eigentlich die Pille?“ Ich musste mich jämmerlich angehört haben.
„Nö.“, sagte sie recht unbekümmert, ließ mich einen Augenblick in Ungewissheit schmoren. „Mach Dir keine Sorgen. Ich kann keine Kinder mehr bekommen. Bei Rüdigers Geburt ist etwas schiefgegangen. Seitdem ist Schluss mit dem Babyglück. Jedenfalls war es die letzten 17 Jahre so.“
Mein Blick hellte sich offensichtlich merklich auf. Moni zog mich erneut zu sich heran und gab mir einen innigen Kuss.
Mein Blick fiel auf die Uhr, die über dem Fernseher hing. „Moni, schau mal, wie spät es ist! Ich bin schon über 1 Stunde hier. Bestimmt kommt gleich Rüdiger.“
„Au weia, schon so spät!“
Flugs huschte ich nochmal ins Bad, kleine Waschung, und rein in meine Klamotten. Auch Moni hatte sich dieses Mal schnell noch einen Slip und einen BH angezogen und wieder ihr Hauskleid übergestreift. Dieses Mal knöpfte sie alle Knöpfe zu.
Wir setzten uns wieder ins Wohnzimmer, und Moni feilte weiter an ihren Fingernägeln, als wäre nichts weiter gewesen.
Tatsächlich klapperte es nach ein paar Minuten an der Wohnungstür. Rüdiger kam nach Hause. „Hi Mam, hi Lenni, sorry, hatte ganz vergessen, dass ich heute Mathe-Nachhilfe hatte.“
„…vergessen, so, so!“, bemerkte seine Mutter.
„Aber Du bist wohl auch erst gerade gekommen!? Du hast ja noch einen ganz roten Kopf.“
„Na, kann man so sagen, irgendwie.“, antwortete ich mit einem Seitenblick zu Moni, die verschmitzt grinste.
„Ich ess noch grad 'ne Banane und dann können wir los.“, meinte Rüdiger.
Verständlicherweise hatte ich nicht mehr so die ganz große Lust auf weitläufige Fahrradtouren. Deswegen endete unsere Tour vorzeitig bei der weltbesten Pommesbude des Ortes, „Zum Flattermann“.
Und die Moral von der Geschichte:
„Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen
so innig verbunden, wie beim Fahrrad.“
(Adam Opel)
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