Frau Mahler setzte sich mir gegenüber auf die Zweier-Couch, legte sich ein Handtuch auf den Schoß und begann, ihre Fingernägel zu feilen.
Von diesem Tag an liebte ich diese spießigen Hauskleidchen. Da Frau Mahler darauf bedacht war, das Handtuch stramm über ihren Oberschenkeln zu halten, musste sie ihre Schenkel ein klein wenig spreizen. Offensichtlich hatte sie aber nicht daran gedacht, dass sie kein Höschen anhatte und ich so freien Einblick in ihr Heiligtum hatte. Sie war nicht rasiert, so dass mir das genaue Studium der Einzelheiten nicht möglich war. Während ich an meiner Cola nippte, fragte sie mich: „Und wo wollt Ihr nachher hinfahren?“
„Ach, wir wollen eine Runde durch den Wald drehen. Da ist es nicht so heiß und wir haben schon beim letzten Mal einen schönen Weg einmal rundherum entdeckt.“
Sie blickte auf und bemerkte, wohin ich starrte. Erschrocken presste sie ihre Schenkel zusammen, tat aber so, als ob sie es nicht bemerkt hätte. Ich war sicher, ich hatte einen roten Kopf bekommen!
Ein paar Sekunden später blickte sie mich erneut an – und lächelte!
Sie hatte wirklich ein sehr schönes, schmales Gesicht, besonders wenn sie lächelte. Hübsche, leicht mandelförmige Augen und sehr, sehr sinnliche Lippen. Während sie lächelte, schien es, als würde sie sich verlegen auf die Unterlippe beißen.
Jetzt wusste ich überhaupt nicht mehr, wohin ich schauen sollte. Die Musik wurde leiser, und der Moderator kündigte den nächsten Song an: „Dancing Queen von ABBA.“
„Oh, Dancing Queen, mein Lieblingshit!“, sagte Frau Mahler begeistert und warf die Nagelfeile und das Handtuch auf den Tisch, sprang auf und drehte die Musik lauter. Fernbedienungen hatte man damals noch nicht.
Als die ersten Takte erklungen waren, kam sie auf mich zu, streckte mir beide Hände entgegen und sagte: „Komm, Lenni, tanz mit mir!
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