Daniel und die Gräfin

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Daniel und die Gräfin

Daniel und die Gräfin

Sven Solge

Kommen sie mit, sie müssen sich eben umziehen!“
Total überrascht folgte er dem Pfleger, der ihn in eine Kammer führte, in der ein Ultraschallgerät stand und ihn aufforderte sich auszuziehen. Er legte ihm ein OP-Hemd hin und fragte ihn, was er an Wertsachen dabei hätte?
„Tun sie ihre Wertsachen hier rein!“ Dabei überreichte er ihm eine Plastiktüte auf der schon vorgedruckt war, was er eventuell an Wertsachen mithatte, er braucht nur noch ankreuzen.
„Das kommt in den Safe und ihre Sachen kommen ins Schwesternzimmer. Ihr Bett kommt gleich.“
Wenig später stand er nur noch mit dem OP-Hemd bekleidet in der Tür der Kammer, als das Bett herangeschoben wurde.
Daniel war von diesem Ablauf wie betäubt und ließ alles klaglos über sich ergehen.
Im Vorbereitungsraum zum OP wurde die Leistengegend und das Handgelenk erst rasiert und dann desinfiziert, weil dort wahlweise der Katheter eingeführt werden sollte. Nach einer gefühlt weiteren Stunde wurde er in den Operationsraum geschoben.
Hier sah er sie zum ersten Mal!
Daniel war immer noch überfordert, mit dem was mit ihm hier geschah.
Sein rechter Arm wurde festgeschnallt, dabei erklärte eine Schwester beiläufig, dass es nötig sei, damit er den Arm möglichst nicht bewegen könne, solange der Katheter in der Vene stecken würde. Ein Schutzschirm, der wegen der Röntgenstrahlung erforderlich war, wurde vor sein Gesicht geschoben, als sich plötzlich eine Frau im grünen OP – Kittel über ihn beugte und beruhigend auf ihn einsprach.
Dieses aparte Antlitz würde er wohl sein ganzes Leben nicht wieder vergessen!  Obwohl die OP-Maske ihren Mund und die Spitze ihrer Nase verdeckte, drang der Blick ihrer dunkelbraunen Augen und ihre angenehme Stimme bis in sein Herz.
„Hallo Herr Jäger, sie bekommen gleich eine Beruhigungsspritze! Danach werde ich ihr Handgelenk örtlich betäuben und mit einem kleinen Schnitt ihre Vene öffnen und den Katheter einführen!

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