Daniel und die Gräfin

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Daniel und die Gräfin

Daniel und die Gräfin

Sven Solge

Mit einem leisen Seufzer lehnte er sich zurück und fasste an die Stelle an seinem Oberarm, wo die Ärztin ihn berührt hatte.
Die Ärztin musste ein feines Gehör haben, denn sie schien seinen sehr leisen Seufzer gehört zu haben. Sie schaute ihn an und lächelte, als wüsste sie, warum er geseufzt hatte.
Doch dann wandte sie sich ab, weil der Oberarzt sich anschickte das Zimmer zu verlassen und folgte ihm.
Etwa eine Stunde später, Morena war gerade zum Ultraschall abgeholt worden, klopfte es kurz und Frau von Eisenfels kam an sein Bett.
„Herr Jäger, ich möchte mich noch mal entschuldigen dafür, dass es nicht geklappt hat mit dem Stent! Ich hoffe sie sind mir nicht böse“
Daniel hatte sich in seinem Bett aufgerichtet und schaute die Ärztin überrascht an und als sie jetzt an der Seite seines Bettes stehen blieb, sagte er impulsiv: „Maren, ich könnte ihnen nie böse sein, dazu habe ich sie viel zu gerne!“
Ihre braunen Augen weiteten sich, aber das war auch die einzige Reaktion die Daniel bemerkte.
„Haben sie Schmerzen am Handgelenk? Würden sie mir mal die Hand drücken, ich möchte nur sehen, ob alles in Ordnung ist?“
Daniel reichte ihr die Hand und umschloss ihre Finger und drückte leicht zu. Scheinbar doch etwas zu fest, denn sie sagte sofort:“ Okay, scheint ja alles in Ordnung zu sein!“
Nur widerwillig ließ Daniel ihre Hand los, zu gerne hätte er sie an seine Lippen gezogen und geküsst, doch das wäre dann mit Sicherheit falsch verstanden worden.
„Wir haben heute noch das Gespräch mit den Fachkollegen, danach werden wir einen neuen Termin machen! Bis dahin müssen sie sich leider etwas gedulden, da der Terminplan sehr voll ist.“

-*-

In der Nacht träumte Daniel von seiner Maren: `Er hatte ihre Hand geküsst, doch das war Maren zu wenig gewesen, denn sie beugte sich vor und küsste ihn zärtlich auf den Mund! Dabei flüsterte sie: „Daniel ich mag dich doch auch!“´
Verwirrt wachte Daniel auf und dachte über den Traum nach: `Hatte er sich verliebt?´
Bei der Visite am nächsten Tag war Maren nicht dabei und der Oberarzt berichtete von der Besprechung und einem Plan, wie sie bei ihm vorgehen würden! Verstanden hatte Daniel davon nur die Hälfte.
Am Nachmittag, Morena hatte gerade das Zimmer verlassen, kam Maren zu ihm und berichtete ausgiebig von dem Gespräch mit den Kollegen. Dabei setzte sie sich zu ihm auf das Bett und berührte unabsichtlich seine Hand. Auch wenn dieser Kontakt nur kurz war, so fühlte es sich für Daniel wie ein elektrischer Schlag an.
Maren hatte ihre Hand sofort zurückgezogen, doch Daniel nahm seinen ganzen Mut zusammen und verhakte seinen kleinen Finger mit ihrem.
Auch wenn sie im ersten Moment etwas zuckte, so ließ sie es sich doch gefallen. Ja, sie umklammerte sogar seinen Finger etwas fester.
Beide hingen ihren Gefühlen nach, sagten aber nichts.

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