Fast schnürt es ihr die Kehle zu. Sie muss schlucken. Die Hand ist warm und sucht ohne Umweg ihre Brüste. Sie spürt, wie ein Schauer ihren Körper durchströmt. Die Hand ist zärtlich, wandert zu ihren Lippen. Ein Handrücken streichelt ihre Wange. Ihre schlimmsten Befürchtungen sind wie weggeblasen. Sie vertraut der Hand.
Vor ihr steht ein junger, starker Mann. Daran hat sie keinen Zweifel. Unsicherheit beschleicht sie. Wird er gefühlvoll und sensibel auf sie zukommen, oder eher rau und zupackend? Er wird ihren Körper erkunden wollen. Ist sie dazu bereit? In welche Stellung wird er sie bringen? Weiter mit dem Rücken zur Wand, die Hände vielleicht hinter dem Kopf verschränkt? Vielleicht zieht er sogar ein seidenes Tuch hervor, um ihr damit die Hände auf dem Rücken zu fesseln? Sie muss schlucken. Eine Gänsehaut überzieht ihren Nacken. Sie ist nervös, kann ein Zittern nicht verbergen.
Der Mann ist erregt. Er muss keinen Widerstand erwarten, muss nicht ausloten, wie weit er gehen darf. Er berührt eine Frau und weiß, sie wird ihm nicht ausweichen. Das Spiel beginnt. Es sind starke Arme, die sie umfassen. Sie spürt es sofort. Zwecklos, sich aus Umklammerung lösen zu wollen. Der Mann hat alle seine Erwartungen in diese Umarmung gelegt. Sanft lösen sich seine Arme, er tritt etwas zurück.
Sie holt tief Luft und legt ihre Hände auf seine Schultern. Es sind starke Schultern. Da ist es, das seidene Tuch, geschlungen um seinen Hals. Aus Lust wird Verlangen. Sie nimmt ihm die Entscheidung ab, legt das Tuch in seine Hände und dreht sich mit dem Gesicht zur Wand. Er versteht sofort. Sie spürt die zarte Seide um ihre Handgelenke und dreht sich zurück. Das Gefühl einer hemmungslosen Hingabe hat beide entflammt.
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