Stattdessen lachten wir, und dieses Lachen war verständlicher als jedes Wort.
Der Abend kam schnell, und mit ihm eine seltsame Vertrautheit zwischen uns. Sie kochte über dem Feuer, ihre Bewegungen so selbstverständlich wie das Atmen, während ich zusah, wie das orange Licht über ihre nackten Schultern floss. Als sie mir den Teller reichte, berührten sich unsere Finger für einen Augenblick – und plötzlich war die Luft zwischen uns so dick, dass ich fast das Gefühl hatte, sie zwischen den Zähnen zermalmen zu können. Sie sah mich an, und in ihren Augen brannte etwas, das keine Sprache benötigte.
Ich weiß nicht, wer von uns zuerst nach dem anderen griff. Aber als unsere Körper auf der Decke zusammenfanden, war es, als würde sich etwas in mir lösen, das jahrelang zu fest zugeschnürt war. Ihre Haut roch nach Rauch und wilden Kräutern, ihr Mund schmeckte nach dem scharfen Tee von vorhin. Wir verständigten uns in einer neuen Sprache aus Bissen, Stöhnen und den wilden, ungezähmten Bewegungen zweier Menschen, die nichts mehr zu sagen brauchten.
Meine Finger zitterten, als ich die Schnur löste, die ihr loses Hemd zusammenhielt. Es fiel von ihren Schultern wie eine abgestreifte zweite Haut, enthüllte Brüste, die sich unter meinen Händen wölbten, als wäre es das erste Mal, dass jemand sie berührte. Sie war warm und lebendig, jede Stelle anders – hier weich wie Wasser, dort fest wie der Ast eines jungen Baumes. Ihre Hände fanden meinen Rücken, krallten sich hinein, als wollten sie sichergehen, dass ich nicht plötzlich verschwinden würde.
Sie schob mich zurück, bis ich auf der Decke lag, und dann war es ihre Zeit, mich zu erforschen. Ihre Lippen folgten der Linie meines Kiefers, dann meines Halses, bevor sie an meiner Brust verweilten, wo mein Herz wild hämmerte.
Das Abenteuer eines Aussteigers
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Das Abenteuer eines Aussteigers
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