Und wie er wohl ohne Kleidung aussehen würde? Bei dem Gedanken wurde mir heiß und meine Wangen fühlten sich glühend an. Sollte ich ihn zur Rede stellen? Oder ihm dieses kleine Glück lassen? Während ich mit mir innerlich rang, hörte ich ihn plötzlich seufzen und etwas auf Arabisch murmeln. Da nahm ich meinen Mut zusammen, machte einen großen Schritt um die Ecke und sagte zu ihm „Salut Jamal“. Er zuckte zusammen, weitete vor Schreck und weil er sich sicherlich ertappt fühlte, seine Augen und begann ein Salut zu stammeln. Aha, er hatte also ein schlechtes Gewissen, gut so! Dann wurden seine Augen wieder normal groß, er schluckte und starrte mich an. „T’es très jolie“, fügte er in meine Richtung hinzu. Ich machte noch einen Schritt auf ihn zu, so dass er kaum eine Armlänge vor mir stand und ich ihm direkt in die Augen schauen konnte. Merci, hauchte ich. Er hob zögernd seine rechte Hand, legte sie auf meinen Unterarm und fuhr vorsichtig mit zwei Fingern daran entlang. Alle feinen Härchen stellten sich auf, wie elektrisiert. Ein Kribbeln durchfuhr mich. Da ich nicht protestierte, fuhr er weiter am Arm nach oben, bis an die Schulter. Er stoppte kurz, sah mir direkt in die Augen und trat noch näher. Ich konnte seinen warmen Atem spüren, seine körperliche Nähe ließ mein Herz noch mehr klopfen. Das Blut rauschte in meinen Ohren, ich stand völlig neben mir. Was machte er da? Mein Mund war trocken, mein Hals wie zugeschnürt, ich brachte kein Wort raus. Als sein Finger an meiner Halsbeuge über das Schlüsselbein glitt, entwich mir ein leises Stöhnen. Seine Lippen verzogen sich zu einem amüsierten Lächeln. Er nahm nun die andere Hand und fing am anderen Arm an, das gleiche wie vorher zu machen. Ich musste mich sehr zusammenreißen, weil mich diese Mischung aus langsamer und intensiver Berührung unglaublich erregte.
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