000€, die dann übrig bleiben, zum Leben. Was fehlt, erarbeite ich dann selbst. Dann richten wir eine Budget ein. 20.000€ schlage ich vor. Das möchte ich aber nicht zum Leben nutzen, sondern ausschließlich für gute Zwecke. Dir tut das Geld nicht weh und so tust du noch etwas Gutes damit. Außerdem musst du es nicht deinem undankbaren Sohn in den Rachen werfen.“, schlug ich ihm vor.
„Max, ich halte dich nicht für undankbar. Nur verstehe ich nicht, warum du auf den Luxus verzichten willst.“, antwortete mein Vater mit Unverständnis.
„Ich möchte es einfach selbst schaffen, verstehst du? Vielleicht ist es falscher Stolz, mag sein.“
Meine Mutter hatte sich neben mich gestellt. Sie unterstützte mich schon immer. Wie Mütter eben so sind, stand sie mir bei und legte mir eine Hand auf meine Schulter.
„Und an was hattest du bei dem Budget gedacht, wofür möchtest du es nutzen?“, fragte sie mich lächelnd.
„Ich möchte kranken Kindern etwas Gutes tun. Geschenke zum Geburtstag, zu Weihnachten für die, die sonst nichts bekommen, weil die Eltern arm sind. Ich möchte in die Hospize und in die Kinderkrankenhäuser gehen, dorthin, wo sie
keine gute Prognose mehr haben. Ich möchte dort als Clown auftreten und die Kinder von ihrem Leiden für einen kurzen Moment ablenken.“
Papa ließ sich tief in einen seiner Luxussessel fallen, trommelte nervös mit den Fingerspitzen auf den Lederarmlehnen herum und sah mich einfach nur an. Nicht bewundernd, weil ich, als sein Sohn, eine gute Idee hatte. Nein, es war einer dieser Blicke von ihm, die mir klar machten, dass ich in seinen Augen nicht der Sohn war, den er sich immer gewünscht hatte. Sein Blick war fast verächtlich, so, als hätte ich seiner Meinung nach nicht alle Nadeln an der Tanne und doch war er nachdenklich.
Mutters Mine hellte sich sichtlich auf, weil ich sie mit meiner Idee genau dort getroffen hatte, wo sie empfindlich war, mitten in ihrem Herzen.
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