Für sie war mein Wunsch, etwas für die Gemeinschaft zu tun, was Wunderbares und auf jeden Fall wert, unterstützt zu werden. Wenn schon nicht von meinem Vater, von ihr auf jeden Fall, komme was wolle.
„Max, das ist doch fantastisch! Wenn Vater das nicht unterstützt, dann tue ich das. Die 20.000€ macht der Griesgram schon. Da spart er ja sogar noch, wenn er das von der Steuer absetzt. Und deinen Lebensunterhalt bekommst du von mir, das garantiere ich.“
„Danke Mama, ich wußte, du würdest es verstehen.“
Und das tat sie wirklich! Meine Mutter und ich hatten schon immer ein innigeres Verhältnis, als das, was ich zu meinem Vater hatte.
Sie nahm mich an jenem Tag in den Arm und meinte dann: ‚Ich bin stolz auf dich, mein Sohn und ich liebe dich! Zieh dein Ding durch, du tust das Richtige, wenn du dich damit wohlfühlst!‘
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Mein Aushang hing fast zwei Wochen da. Ich kontrollierte mehrmals am Tag, ob Schnipsel abgerissen worden waren. Aber nichts passierte, was auch fast ein bisschen logisch war. Studenten hatten entweder keine Zeit, weil sie voll im Lern- oder Prüfungsstress steckten, trafen sich lieber zum Partymachen, gingen an den Baggersee oder vertrieben sich sonst wie die Zeit. Aber niemand hatte Lust, sich in seiner Freizeit in Krankenhäusern herumzutreiben und sich zum Affen zu machen.
Bis dann doch endlich ein Abriss fehlte. Aber abreißen und anrufen waren dann auch noch zwei verschiedene Paar Schuhe.
Dann klingelte mein Telefon und Leonie war dran! Ihre Stimme klang jung, etwas hell und trotzdem sympathisch, konnte aber auch an der Verbindung gelegen haben.
Leonie: Der Nachmittag in den Krankenhäusern war anstrengend. Aber auch eine echte Erfahrung, die ich auf keinen Fall mehr missen wollte. Soviel Leid und Schmerz, mit einem Mal vergessen, als Max seine Show abspulte.
Ich wollte das auch können!
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