Die klimatisierte Luft empfing mich und kühlte meine schwitzige Haut schnell runter, bis es mich fast fröstelte.
Max hatte sich von hinten angeschlichen und bemerkt, dass ich mich selbst in den Arm genommen hatte um mich zu wärmen. Er rubbelte mit seinen Händen auf meinen Oberarmen herum, bis mir deutlich wärmer wurde.
Ich drehte mich um und sah in sein freundliches Gesicht. In dem Moment war alle Kälte vergessen, die mich eben noch erfasst hatte.
„Danke, jetzt ist mir wärmer.“, flüsterte ich.
Komisch, beim Arzt im Wartezimmer, oder auch im Wartebereich einer Klinik, flüsterte ich immer automatisch. Es gab so Orte, an denen ich mich nicht traute, laut und deutlich zu sprechen. Dazu kam noch die Unsicherheit, was mich in Kürze erwarten sollte.
„Du schaffst das.“, er legte seinen Arm um meine Schulter und drückte mich fester an sich heran.
Wieder war es die Selbstverständlichkeit mit der er das tat, die mich überraschte. Keinerlei Berührungsängste seinerseits und sein Lächeln unterstrich die Freundlichkeit, die hinter dieser einfachen Geste steckte.
„Wenn du das sagst?“, war ich mir selbst nicht annähernd so sicher, wie er das anscheinend zu sein schien.
Gemeinsam gingen wir die schlichten Gänge entlang. Mit jedem Schritt stieg meine innere Anspannung. Von der Seite sah ich ihn öfter an und fand nicht die Spur von Unsicherheit in seinem Gesichtsausdruck. Vor einem Krankenzimmer blieb er unvermittelt stehen, drehte sich zu mir und sah mich fest an.
„Bereit?“, fragte er mich.
„Wenn du es bist, bin ich es auch.“, antwortete ich mit zittriger Stimme.
Natürlich spürte er, dass ich weit davon entfernt war, ‚bereit‘ zu sein. Schon an meiner wackeligen Stimme konnte er hören, dass mir nicht ganz wohl in meiner Haut war. Max war auch mir gegenüber sehr einfühlsam, stellte den kleinen, uralten Reisekoffer ab und nahm meine Hand.
„Och Leo, du hast ja voll die kalten Hände.
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