Das Budget - Teil 1

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Das Budget - Teil 1

Das Budget - Teil 1

Gero Hard

Eindeutig die von Bianca, unverkennbar an den harten Hacken ihrer Schuhe zu erkennen. Sie hatte ihre Stirn in Falten gezogen, als sie in die Küche kam.

„Na, da hast du dir ja ne komische Motte geangelt.“, sagte sie mit arrogantem Unterton.

„Wieso, wo ist sie, im Wohnzimmer?“

„Ne. Die ist weg! Ich hab die Tür aufgemacht, dann guckt sie mich an, als wenn ich Masern und übel Ausschlag im Gesicht hätte, dreht auf dem Hacken um und rennt weg.“

„Wie, sie rennt?“

„Ja, war so. Nicht einfach weggegangen, sondern echt gelaufen! Unhöflich finde ich das. Sie hat nicht mal ‚guten Abend‘ gesagt. Keinen Ton. Umdrehen und weg. Pfff, Schnepfe! Aber das passt ja prima, dann kann ich ja noch 

weggehen. Hatte eh keine Lust auf euer Clowns-Gelaber.“

„Wieso? Wo willst du denn jetzt noch hin? Kannst du nicht mal einen Abend zu Hause bleiben? Wir haben überhaupt keine Zeit mehr zusammen!“ 

„Einfach weg. Hier ist mir das zu langweilig.“

„Dann können wir doch zusammen weggehen.“, versuchte ich mich einzuklinken.

„Ne, ich will alleine los! Wird spät.“

Wie einen dummen Jungen hatte sie mich mit offenem Mund stehenlassen, ihre Jacke von der Garderobe genommen und war mit wehenden Fahnen nach draußen verschwunden.

Enttäuscht ließ ich die Arme sinken und ging ins Wohnzimmer, wo ich mir einen der Käsewürfel in den Mund schob und mir einen Scotch mit Eis einschenkte.

Was sie wohl Besseres vorhatte, als mit mir den Abend zu verbringen? Ein wenig zu kuscheln oder in der Abendluft spazieren zu gehen, war das zuviel verlangt? Wir waren doch ein Paar, oder etwa nicht? Da gab es doch vieles, was wir hätten zusammen unternehmen können. Wenn sie schon weggehen wollte, warum denn nicht mit mir zusammen?

In meinem Kopf leuchteten sofort wieder einige Warnlampen auf! Mir kam Vorgestern in den Sinn, wo sie nach Rauch und Rasierwasser gerochen hatte und nicht zuletzt mit reichlich Sperma geflutet ins Bett kam.

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