Das Budget - Teil 1

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Das Budget - Teil 1

Das Budget - Teil 1

Gero Hard

Wäre ich länger stehengeblieben, drohte ich an meiner eigenen, aufsteigenden Wut zu ersticken. Einem plötzlichen Reflex folgend drehte ich mich wortlos um und rannte so schnell die Motorik meiner Beine es zuließen, die Treppe hinunter. Ich musste so schnell es ging, so viele Meter wie möglich zwischen mich und dieser … Fotze, bringen. Sorry, aber anders konnte man diesen Abschaum kaum nennen!

Ich rannte, stolperte fast auf den harten Fliesen der Stufen und war schließlich froh in meinem Auto zu sitzen. Mein Handy hatte ich schnell in meiner Handtasche gefunden. In meiner ersten Wut dachte ich an Max, der vielleicht nicht mal wußte, was seine Schnecke hinter seinem Rücken trieb. Ich musste es ihm sagen, tippte die ersten Worte auf dem Display, zögerte dann aber.

Ich mochte Max, er war ein guter Kerl und hatte es nicht verdient, so schändlich hintergangen zu werden. Nur, was sollte ich tun? Ihm die Bilder und Videos zeigen, oder meine Freundin bitten, ihm das belastende Material zu schicken, damit ich nicht direkt damit in Verbindung gebracht wurde? Kämen die Informationen von mir, könnte es einen tiefen Keil zwischen uns treiben, falls er von den Eskapaden seiner Freundin wußte und es möglicherweise sogar tolerierte. ‚Offene Beziehung‘, davon hatte ich schon gehört. Für mich eine unvorstellbare Konstellation und auch von Max konnte ich mir das nur schwer vorstellen. Wer wusste es, vielleicht gab es einen anderen Deal zwischen den beiden? Da sollte ich mich besser nicht einmischen!

Nein, ICH durfte nicht diejenige sein, die ihm die Augen öffnete! Vielleicht wäre es doch besser, meiner Freundin die Nummer von Max zuzuschustern. Dann bekäme er das Beweismaterial eben ‚anonym‘!

Der Wissensvorsprung brachte mich in einen Konflikt. Es musste mir irgendwie gelingen, einen Weg zu finden um herauszubekommen, inwieweit Max davon wusste und wie seine Einstellung dazu war.

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