„Na dann los.“, zog ich sie einfach mit mir.
„Wohin entführst du mich?“
„Lass dich überraschen!“
Von Anfang an passte es irgendwie mit uns. Nun war das bei mir nicht besonders schwer, weil ich von mir behaupten konnte, ein sehr umgänglicher Typ zu sein. Und ich konnte mich schon immer ganz gut auf mein Gegenüber einstellen. Deshalb war es von Anfang an locker und anscheinend hatte sie sofort Vertrauen zu mir.
Kurze Zeit später saßen wir vor unseren Eisbechern und ich erzählte ihr, was ich vorhatte. Vom Budget, das ich in Geschenke, Aufmerksamkeiten und Equipment investieren wollte, von den Kinderstationen in den Krankenhäusern, von den Hospizen, in die ich gehen wollte. Aber auch, von dem unfassbaren Leid auf diesen Stationen und in den Häusern.
Ich hatte mal für zwei Tage in einem Hospiz hospitiert und dann gab es noch ein Ereignis innerhalb der Familie. Deswegen wusste ich, wovon ich redete.
Sie hörte mir sehr aufmerksam zu, kommentierte erstmal nichts. Von ihrem Gesicht konnte ich allerdings genug stille Kommentare ablesen. Die Palette reichte von herzergriffen bis erschrocken.
„Was muss ich als deine Assistentin denn tun?“
„Du begleitest mich zu den Terminen, reichst mir die Sachen zu. Und schön wäre es, wenn du auch ein paar Späße mitmachen könntest, oder sogar selbst welche vorführst, wenn du dich sicherer fühlst.“
„Meinst du, ich kann das?“
„Ich denke, das werden wir sehen, wenn du ein- oder zweimal mitgekommen bist. Dann kannst du dir ein Bild davon machen und selbst entscheiden, ob das was für dich ist. Das Problem ist bestimmt die Umgebung. Was man dort sieht, macht es nicht gerade leicht, lustig zu sein. Vor allem dann, wenn es einem selbst nicht so gut geht.“
„Du meinst, wie mir gerade?“
„Auch. Aber das geht mich nichts an. Es sei denn, du möchtest es loswerden. Vielleicht geht’s dir dann auch besser.“
„Ich weiß nicht. Wir kennen uns nicht, na ja, noch nicht.
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