Das Budget - Teil 1

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Das Budget - Teil 1

Das Budget - Teil 1

Gero Hard

Ist was Privates.“

„Ok, kein Problem! Am besten ist, ich gebe dir meine Handynummer, für den Fall, dass was ist. Ansonsten treffen wir uns dann übermorgen um 3 vor der Diakonie, ist das ok?“

„Klar, das richte ich ein. Muss ich was Bestimmtes anziehen?“

„Nö, möglichst bunt. Deine Clownsnase hast du ja schon und schminken machen wir dann zusammen.“ 

Das war Leonies und mein erstes Treffen. Mein erster Eindruck mochte täuschen, aber ich war mir nicht sicher, ob das was für sie sein würde. Abwarten! Vielleicht würde es besser, wenn sie ihr privates Problem in den Griff bekommen hatte.

****

Zwei Tage später, fast 18 Uhr und wir sind durch für heute. Verdammte Hitze! Wieder und wieder tropfte mir der Schweiß von der Stirn und lief mir in die Augen. Es brannte fürchterlich. Die Polyesterhaare der roten Perücke machten es nicht besser, die juckte grausam. Die künstliche, rote Gnubbelnase kniff, die Schuhe, mindestens Größe 70 viel zu lang und schwer. Clown sein ist nicht immer leicht.

Wenn ich wenigstens selbst gute Laune gehabt hätte, wäre es bestimmt leichter. Es ging mir eine Menge durch den

Kopf, was dem Spaß im Wege stand und das bei vollem Programm.

Das Wetter war aber auch kaum auszuhalten. Dazu die vollsynthetischen Klamotten, eine Tortur. Es gab eben solche Tage, da mochte ich einfach alles hinschmeißen und fragte mich: Warum tue ich mir das überhaupt an?‘

Dafür gab es selbstverständlich einen guten Grund. Aber das erklärt sich später …

„Hast du diese strahlenden Augen gesehen? Und wie herzlich sie gelacht haben.“, tanzte Leonie, die ich zum ersten Mal dabei habe, aufgeregt um mich herum.

„Deswegen mach ich das ja, Leo.“, antwortete ich erschöpft.

Völlig ausgelaugt riss ich mir die Perücke vom Schädel. Was für eine Wohltat, weil endlich wieder Luft an die Kopfhaut kam. Raus aus den dünnen Handschuhen und den riesigen Schuhen.

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