„Aber das machst du gut, alle Kinder lieben dich, sogar die Schwestern und Ärzte freuen sich, wenn du herkommst, das habe ich sofort bemerkt.“
„Ja, ich weiß, aber es ist so unglaublich schwer, immer fröhlich zu sein, wenn man die Schicksale der kleinen Mäuse kennt. Kein Kind auf dieser Station, wird das übernächste Weihnachten überleben, weißt du das? Und das tut weh, sehr weh sogar. Manchmal kann ich nachts nicht schlafen und weine oft, wenn ich alleine zu Hause bin.“
„Hilft dir deine Freundin nicht damit klar zu kommen?“
„Doch, das macht sie. Bianca ist klasse! Aber sie versucht auch, es mir auszureden, weil sie mit ansehen muss, wie sehr es mich belastet.“
„Kann man nicht Geld sammeln, um so den Kindern und /oder den Eltern irgendwie zu helfen? Klar ist das naiv. Aber man muss doch irgendetwas tun können. Die Medizin, die Forschung sind heutzutage so weit. Und doch steht man manchen Dingen immer noch machtlos gegenüber.“
„Leoni, was glaubst du denn, wieviel Geld man bräuchte?“
„Keine Ahnung Max, Millionen?“
„Leo, kein Geld der Welt könnte hier helfen! Deswegen versuche ich es ja mit ein wenig Ablenkung, diese Kinder etwas von ihrem Leid abzulenken. Weißt du, die Kinder wissen, dass sie schwer krank sind und dass es keine Rettung für sie geben wird. Und dennoch haben sie ihren Lebenswillen nicht verloren und ihr strahlendes Lächeln. Das bewundere ich so an ihnen.“
„Für sie bist du nicht nur ein Clown, sondern so etwas wie ein Held.“
„Aus diesem Grund habe ich den Aushang gemacht und suche nach Kommilitonen, die mich unterstützen.“
„Und ich finde die Idee ganz toll und möchte unbedingt dabei sein, darf ich?“
„Leo, oder soll ich dich lieber Leonie nennen? Bist du dir wirklich sicher, dass du das willst? Du wirst schlimme Dinge sehen und es wird nicht immer so fröhlich wie eben sein. Ist dir das klar?“
„Nenne mich bitte Leo, das finde ich schöner.
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