Ich rückte etwas von ihr ab, behielt aber ihre Finger in meinen Händen. Sie sollte ruhig merken, dass ich auch Gefühle für sie empfand. Nur war ich von Liebe noch weit entfernt und fand die Vorstellung an einen unbedacht genutzten Moment nicht so gut. Mir war klar, dass sich sofort etwas zwischen uns geändert hätte, wenn ich erst meinen Lachs in ihrer Feuchtigkeit baden würde, und das war mir die Sache nicht wert.
Nicht, dass ich Leo nicht begehrt hätte. Ganz im Gegenteil. Ich hätte ihr liebend gern den Reißverschluss von ihrem Kleid geöffnet und es von ihren schmalen Schultern geschoben. Nichts lieber als das, hätte ich jeden Zentimeter ihrer nackten Haut geküsst, liebkost, sie mit den Fingerkuppen geneckt. Ihre nicht zu großen, halbrunden Brüste mit meinen Lippen verwöhnt. Ja, ich hätte sehr gerne mit ihr geschlafen. Viel zu lange hatte ich schon auf einen erleichternden Abgang verzichten müssen. Biancas fremdbesamte Möse, ihre zunehmend abweisende Haltung der letzten Wochen und nicht zuletzt ihre offene Einstellung zum Sex mit fremden Männern vor laufender Kamera, hatten mich angewidert abgetörnt.
Wenn mich auch die Vorstellung, dieses zauberhafte Wesen nehmen zu dürfen, zu begeistern wusste, lag es mir fern, unsere Freundschaft dafür aufs Spiel zu setzen.
„Leo, ich mag dich wirklich, aber findest du nicht, dass geht jetzt etwas sehr schnell? Ja, ich bin auch scharf auf dich und ich würde lügen, nicht gern mit dir schlafen zu wollen. Aber Leo, ich bin noch nicht soweit, ehrlich.“
„Du hast natürlich recht Max. Es tut mir leid, ich benehme mich gerade schamlos. Peinlich!“
„Das muss dir nicht peinlich sein. Ich fand das eben sehr schön. Am schönsten war die stürmische Begrüßung.“, lächelte ich sie an.
„Es kam so über mich, weil ich so glücklich war. Nicht nur wegen des Rollstuhls. Immer dann, wenn ich mit dir zusammen sein kann. Dann ist alles so easy.“
„Dann ist es doch nur gut, wenn wir in Zukunft noch mehr Zeit miteinander verbringen, findest du nicht?“
„Dein Ernst jetzt? Das wäre toll! Willst du mich denn wirklich öfter um dich haben? Gehe ich dir dann nicht auf die Eier?“
„Da mach dir mal keinen Kopf. Ich bin gern mit dir zusammen. Und wenn ich mal keine Zeit habe, sage ich dir das schon rechtzeitig. Aber nun laß uns die Kiste anstellen und dabei lassen wir uns das Fingerfood schmecken. Sekt?“
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