Du bist echt in Ordnung. Und deine soziale Einstellung, dein Engagement für die Kinder, das beeindruckt mich ehrlich. So jemanden habe ich noch nie getroffen. Von Frauen kenne ich das schon mal, aber als Mann … “
Sie war aufgestanden und hatte sich vor mich gestellt. Leo hatte die Fassungslosigkeit in meinen Augen beim Betrachten der Filmchen gesehen und sich Sorgen gemacht. Ihre Stirn hatte sich in Falten gelegt und ihr Blick war wirklich rührend. Dazu hatte sie eine Hand auf meine Schulter gelegt, die mich dort sanft streichelte. Vornehmlich mit dem Daumen, der doch mit etwas Druck auf meinem Schlüsselbein herumstrich.
Eigentlich hatten wir nur festgestellt, dass wir ab sofort über die Auftritte hinausgehend, Freunde sein wollten und doch fühlte es sich fast wie eine gegenseitige Liebeserklärung an.
Eine unsichtbare Kraft zog mich vom Stuhl hoch und ließ mich meine Arme um sie schlingen. Diese Kraft war es auch, die dafür sorgte, dass ich Leonie fest in meine Arme zog. Sie ließ es nicht nur zu, sondern legte ihrerseits auch ihre Arme um meine Hüfte und schmiegte sich an mich. Wahrscheinlich nur ein Reflex von ihr, der sich aber verdammt gut anfühlte.
Viel länger als eigentlich für den Moment nötig, standen wir da, nahmen genauso wenig Notiz von den um uns herumlungernden Student: innen, wie die von uns. Pärchen gab es hier en Masse, die überall Plätze zum Knutschen, Fummeln oder auch weitergehenden sexuellen Handlungen fanden. Die Hemmschwelle hier auf dem Campus war erstaunlich niedrig. Nur langsam schoben wir uns auseinander und sahen uns an.
„Man Max, was bin ich froh, dass wir das so ruhig klären konnten. Mir hätten unsere gemeinsamen Auftritte sehr gefehlt, das musst du mir glauben.“
„Ich glaub‘s dir auch. Mir wäre es ähnlich gegangen, wenn wir, nur wegen Bianca und Mario, den Kontakt abgebrochen hätten. Ach, bevor ich‘s vergesse, was machst du morgen Abend?
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