Max war so ein Juwel und ich verstand mit jeder Stunde, die ich ihn kannte, immer weniger, was bei Bianca im Kopf denn wohl nicht richtig gewesen sein konnte. Pech für sie, Glück für mich, denn ich hatte mir in den Kopf gesetzt, den Rat meiner Mutter zu beherzigen.
‚Reiß dich zusammen Leo, bis morgen wirst du es doch sicher aushalten!‘, redete ich mir ein.
Beim Einschlafen half mir das aber nicht. Die Schmetterlinge in meinem Bauch hatten einen anderen Plan für mich vorgesehen und flatterten unermüdlich in mir herum. Mein Gehirn nutzte diese zusätzliche Wachphase und versorgte mich mit den wildesten Vorstellungen, wie der morgige Abend wohl ablaufen könnte. Und eines wußte ich, als ich morgens aufwachte, Fantasie hatte ich mehr als genug.
Lange stand ich vor meinem unaufgeräumten Kleiderschrank. Wie oft hatte ich mir schon vorgenommen, endlich mal aufzuräumen. Vor allem, wenn ich nach einem Wutanfall alles, was ich vorher anprobiert und auf mein Bett geworfen hatte, einfach mit Wucht in die Fächer zurückschmiss. Ein heilloses Durcheinander bot sich mir und trotzdem fand ich zielsicher ein verspieltes Set, durchsichtiger Unterwäsche und ein zitronengelbes Kleid von dem ich wußte, dass es alle meine Rundungen perfekt zur Schau stellte. Mir gefiel was ich im Spiegel sah und freute mich schon diebisch auf das Gesicht von Max.
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Ich war nervös und aufgeregt und mein Herz schlug wie wild, als ich mich in meinen kleinen Cityflitzer mit viel zu hoher Geschwindigkeit meinem Ziel näherte. Ich war geil, das gebe ich gern zu, nicht feucht, aber geil. Ich hatte große Lust, mit Max zu schlafen. Ich war irgendwie gespannt auf seinen Körper, wie er sich wohl anfühlen mochte?
Von seinen Armen wußte ich schon, dass sie sehr muskulös waren. Aber auch der Rest hatte mich längst neugierig gemacht.
Ich stand vor dem großen Haus, fächerte noch einmal meine Lockenpracht, zupfte meinen Ausschnitt zurecht und drückte beherzt den Klingelknopf.
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